Im Kreis rennen – Mann mit dem Hammer – Platz 1

Das fasst meinen ersten 6-Stunden- Lauf ungefähr zusammen. Aber einmal von vorne:

Am 16. Juni hatte ich Zeit und was macht der gemeine Läufer, wenn er Zeit hat: Genau laufen! Da ich Lust auf einen kleinen Wettbewerb hatte, habe ich mich auf die Suche nach einem längeren Lauf in der Nähe gemacht und bin beim 24-h-Lauf in Stadtoldendorf hängen geblieben. Da keiner von meiner Laufgruppe sonst Zeit hatte, habe ich kurzerhand meinen kleinen Sohn (inklusive Betreuerin) eingepackt und wir haben uns auf den Weg gemacht.

Der Lauf findet auf einer Tartanbahn statt – also schön 400 m im Kreis. Vor dem Start wurde uns mitgeteilt, dass der Spanier Ivan versucht bei diesem Lauf einen neuen Rekord zu laufen und wir ihm möglichst Platz auf der Innenbahn machen sollten. Da der Gute mal locker doppelt so schnell lief wie ich, bin ich gar nicht mehr auf der Innenbahn gelaufen sondern auf Bahn 2 oder noch weiter außen – somit hatte ich direkt jede Runde ein paar Meter mehr.

Um 14 Uhr fiel der Startschuss. Nach ungefähr 5 Runden fand ich es zunächst ziemlich absurd, die ganze Zeit im Kreis zu laufen und habe überlegt, direkt wieder nach Hause zu fahren. Aber irgendwie war ich dann doch zu neugierig, wie sich das so anfühlt und bin geblieben. Außerdem war ich ja nun gerade auch da. Ab und an habe ich meinen Sohn Julian in seinem Rehabuggy mit genommen. Insgesamt sind wir 6 Runden gemeinsam gelaufen. Das fand ich sehr schön. Julian kann nicht selber laufen, daher laufe ich für ihn und habe das auch auf meinem T-Shirt stehen. Es war echt schön, dass er dabei war. Nach einiger Zeit wurde es ihm aber dann doch zu langweilig und er ist mit seiner Begleitung mit dem Zug nach Hause gefahren.

Beim 24-h-Lauf in Stadtoldendorf  gibt es neben dem 6-h-Lauf auch 12 und 24 Stunden. Jaha – es gibt genügend Leute, die 24 Stunden lang im Kreis rennen. Schon mit kleinen, aber keinen großen Pausen. Verrückt. Der Lauf ist ein netter, kleiner Stadtlauf, bei der viele aus der Gegend mitmachen. Und so gibt es auch viele, die einfach mal vorbeikommen, ein paar Runden laufen – nach Hause gehen – wiederkommen – und wieder laufen. Außerdem gibt es dort verschiedene Staffeln, bei denen die Teilnehmer von großen Gruppen abwechselnd laufen. Es gab auch einen spannenden Battle zwischen zwei Schulen, der von allen lautstark kommentiert wurde. Es war also immer richtig was los auf der Bahn. Nachmittags kamen die Kindergruppen und liefen immer mal wieder mit. Das war lustig. Außerdem spielte die ganze Zeit entweder ein DJ oder Live-Musik. Die Veranstaltung ist wirklich sehr schön gemacht. Am Verpflegungspunkt kommt man logischerweise alle 400 Meter vorbei und die Verpflegung mit Getränken und Snacks war auch prima. Einziges Manko war, dass es nur Einweg-Plastikbecher gab. Ich versuche so oft es geht, Müll zu vermeiden und dazu gehören ganz besonders Einweg-Becher. Ich hatte in weiser Voraussicht meinen eigenen Becher mitgebracht und so war ich beim Verpflegungsstand schnell „die Dame, die ihren eigenen Becher hat“. Hihi – könnte auch ein cooler Indianername sein. 🙂

Die ersten drei Stunden gingen prima rum und ich hatte die ersten 24 km hinter mir. Nach meiner Uhr waren es aufgrund der größeren Runde schon etwas mehr, aber nach offizieller Rechnung bin ich bis dahin 60 Runden gelaufen. Ich hatte mir 45 km vorgenommen, weil es damit ein Ultralauf ist. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch fest damit gerechnet, die 45 km locker zu erreichen. Ich hatte schließlich für einen Halbmarathon auf gerader Strecke 3 Stunden Zeit. Das klang mehr als machbar. Die Rechnung habe ich allerdings ohne den Mann mit dem Hammer gemacht. Der stand tatsächlich just nach etwas über 3 Stunden vor mir und hat mich umgesemmelt. Nach bisher 4 gelaufenen Marathons, einem Ultra und diversen langen Trainingsläufen ohne diese Bekanntschaft, hat es mich bei diesem Lauf voll erwischt. Ich konnte plötzlich nicht mehr laufen – kein Stück. Also bin ich gegangen… und gegangen… und gegangen… Laufen war für mich wirklich Lichtjahre entfernt. Nachdem ich weitere 1,5 Stunden im Kreis gegangen bin und mich gefragt habe, ob ich es noch auf einen Marathon schaffe, ging es nochmal bergab. Mir wurde tatsächlich schwindelig und als ich bei der Verpflegungsstation halt machte, merkte ich wie mein Kreislauf komplett absackte und mir abwechselnd heiß und kalt wurde. OK! Körper – ich habe es jetzt auch kapiert: P A U S E! Und das habe ich auch sofort gemacht. Ich habe mich ins Gras gesetzt und den anderen beim kreisen zugeschaut. Da habe ich mich sehr, sehr deutlich gefragt, was ich hier eigentlich tue. Es ist wirklich verrückt, 6 Stunden lang im Kreis zu laufen. Ehrlich gesagt, hatte ich mir das ganze auch etwas leichter vorgestellt. Ich hatte gedacht, dass ich bestimmt immer mal wieder Leute zum Quatschen treffe. Da aber keiner so richtig mein Tempo lief, blieb es bei ein paar kurzen Quatscheinheiten an der Verpflegungsstation und wenn man sich gegenseitig überholt hat. Das war wirklich sehr schade und hat die Sache gerade auf der zweiten Hälfte sehr zäh gemacht. Ich habe meine Laufgruppe wirklich sehr vermisst.

Nachdem ich mir etwa eine Viertelstunde lang selber leid getan und mich gefragt habe, ob ich es heute übertrieben hatte, habe ich mich interessanterweise turboschnell erholt. Der Schwindel ließ total schnell nach und auch die sonstigen Gebrechen waren verschwunden. Also bin ich wieder aufgestanden und auf die Bahn getapert und siehe da: Ich konnte tatsächlich wieder laufen. Abgefahren!! Damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Ich bin nicht schnell unterwegs gewesen, aber ich bin tatsächlich wieder gelaufen. Ich brauchte anscheinend nur ein kleines Päuschen vom Kringeln. Offensichtlich kann man auch auf einer 400-Meter-Bahn einen Drehwurm bekommen. 😉 Zum späten Nachmittag hin wurde es auch wärmer und drückender und auf einer Tartanbahn steht die Hitze, so dass es nochmal wärmer war. Das hatte vermutlich sein übriges getan.

Jetzt fragt sich der ein oder andere vermutlich, warum ich überhaupt weitergemacht habe und nicht einfach aufgehört habe…. Tjaaaaaaa. Zum einen, muss ich gestehen, dass mich der Ehrgeiz gepackt hatte. Beim 6-h- Lauf haben nur 3 Frauen mitgemacht und ich lag zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem ersten Platz, den ich natürlich gerne behalten wollte. Wobei der auch nicht mehr wirklich gefährdet gewesen wäre. Außerdem war das Erreichen von 100 Runden noch drin und das hat mich tatsächlich motiviert es noch zu probieren. Doch der Hauptgrund war eigentlich, dass ich schon die ganze Zeit mal wissen wollte, wie es sich anfühlt, wenn man vom Laufen aus der Bahn geworfen wird (und das hier ja dann sogar im wahrsten Sinne des Wortes) und ob ich es schaffe, mich wieder zu erholen und zu motivieren weiterzumachen. Ich habe so viele Berichte von Ultraläufern gelesen, die genau das erlebt und beschrieben haben. Und jetzt hatte ich es so nah vor Augen. Und keine Sorge, ich kenne meinen Körper sehr gut. Ich war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet. Zumal das Rettungsteam ja auch maximal 200 m weit weg gewesen wäre. 😉 Aber so weit hätte ich es nicht kommen lassen.

Am Ende habe ich sogar glückliche 102 Runden und noch ein paar Meter geschafft (41,149 km), die mir meinen ersten 1. Platz (bei den Frauen – in der Gesamtwertung 4. hinter 3 Männern) beschert haben. Ich gestehe, dass sich das echt toll anfühlt. 🙂 Zum Abschluss gab es eine sehr nette Siegerehrung, bei der ich neben der Medaille und einer Trinkflasche sogar noch ein tolles Handtuch geschenkt bekommen haben. Ich glaube, die Organisatoren waren etwas verwirrt, da ich die einzige in der Runde war, die sie nicht kannten und sie konnten nichts zu mir erzählen. 😉 Alle anderen waren offensichtlich bekannte Gesichter, die bereits in den vergangenen Jahren dabei waren.

Ich schreibe diesen Bericht 1,5 Monate später und ich habe gemerkt, dass es mir echt schwer fiel darüber zu schreiben. Der Lauf war wirklich eine Herausforderung und mir war nicht bewusst, dass es mir so schwer fällt, einfach nur im Kreis zu laufen. Vermutlich weil ich damit die ganze Zeit das Gefühl hatte, trotz laufen nicht vom Fleck zu kommen. Etwas, was ich in meinem Leben auch nicht so besonders gerne mag. 😉 Es bereitet mir einfach mehr Freude von einem Punkt zum anderen zum Laufen – wie zum Beispiel die wunderbare Harzquerung. Auch im Training laufe ich ungerne Strecken, bei denen ich die ganze Zeit im Kreis laufe. Ich suche mir entweder große Runden aus oder fahre mit dem Zug irgendwohin und laufe zurück.

Insgesamt war es aber auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Ich weiß nun, dass ich auch nach einer Krise wieder aufstehen und weitermachen kann, was mir für zukünftige Abenteuer sicherlich helfen wird. (Klingt auch ziemlich nach Lebenserfahrung…) Und ich weiß nun auch, dass ich sehr gerne mit meiner Laufgruppe laufe und viiiiiel lieber im Wald mit Höhenmetern.

Ein paar Wochen später habe ich gesehen, dass ein 6-h-Lauf bereits ab 40 km als Ultralauf gewertet wird und so bin ich sehr happy über meinen zweiten Eintrag auf der DUV-Seite. Ich mag die Seite einfach und finde es schön, dass ich dort gelistet bin. Ich bin tatsächlich Ultraläuferin (auch im Herzen 💕 ) und es macht mir Spaß es so offensichtlich sehen zu können. 🙂

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10 Tage nach meinem 41. Geburtstag gab es die perfekte Startnummer für mich.
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Start und Ziel in einem – hier bin ich 102 Mal vorbei gekommen
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Mit Julian unterwegs
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Die Tartanbahn habe ich mich sehr genau angeschaut an diesem Tag… Nach so vielen Runden kannte ich wirklich jeden Schnipsel und jede Markierung.
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Das war bei meiner Pause… Interessanterweise sehe ich gar nicht so kaputt aus wie ich mich gefühlt habe.

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Mein Markierungsstöckchen. Den bekommt jeder Läufer auf seiner letzten Runde mit, damit die Restmeter auch noch gemessen werden können.
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und da liegt es. Fertig! Meine persönliche Ziellinie nach genau 6 Stunden.
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Die drei 6-h-Damen. Wir sind alle Gewinner!
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Geschenke. 🙂
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So sieht der Lauf als Aufzeichnung in meiner Uhr aus – dort waren es 44,46 km. Die kleine Ecke links unten ist meine Pause.
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Magic Moments im Harz

Wenn mich vorher jemand gefragt hätte, wann ich einen „Magic Moment“ am Harz erlebe, hätte ich vermutlich „den Zieleinlauf“ oder „das Überschreiten der Marathonmarke“ oder auch „Loslaufen im Ziel“ gesagt. Das waren alles durchaus sehr besondere Momente, aber einen echten magischen Moment hatte ich an einer ganz anderen Stelle: dem Poppenberg.

Der Poppenberg ist der höchste Berg (600,6 m ü. NHN) auf der insgesamt 51 km langen Strecke quer durch den Harz – es geht erst 3 km steil 300 Höhenmeter berghoch und anschließend ca. 4 km steil ca. 320 Höhenmeter bergab. Vor diesem Teilstück hatte ich vorher schon echt Respekt – zumal man an dieser Stelle bereits 36 Lauf-km in den Knochen hat. Somit habe ich mir im Vorfeld bereits visualisiert wie ich diesen Berg rauf und wieder runter komme. Ich habe mir vorgestellt, wie ich auf der einen Seite locker und leicht raufkomme und auf der anderen Seite locker herunterlaufe. Warum sollte ein Berg auch schmerzhaft und anstrengend sein? Da ich den Tag zuvor noch in meinem neuen Buch „Mentaltraining für Läufer“ von Michele Ufer (sehr empfehlenswert übrigens!) gelesen habe, hat mich das ebenfalls bestärkt, im Vorfeld so an diesen Berg heranzugehen.

Ich hatte vorher schon mit meinem Laufkumpel Jörg verabredet, dass ich am Berg Musik hören wollte und eher für mich laufen wollte. Da er direkt zu Beginn einen anderen Läufer getroffen hat, war das für uns beide total passend. So stand ich also unten am Poppenberg. Ich habe ein paar Mal tief eingeatmet und Energie aufgenommen (ein Hoch auf die Yogaatmung :-)), dann gab es Musik auf die Ohren und los ging es. Berg rauf bin ich gewandert – nicht gelaufen. Bei der Musik hatte ich mich für Unheilig entschieden, weil die sehr schöne und passende Texte habe. Gestartet bin ich dann auch mit dem Titel „Der Berg“.

Lass uns gemeinsam träumen
auf den Gipfel hochzugehen
und lass uns fest dran glauben,
einmal dort oben zu stehen

Ohja. Wie oft hatte ich vorher davon geträumt die Harzquerung mit dem Poppenberg zu laufen. Und ich habe fest daran geglaubt, dass ich es schaffe. Die Harzquerung ist mein erster Ultralauf – knapp 7 Monate nach meinem ersten Marathon. Ich hatte wirklich Respekt. Der Einstieg ins Ultralaufen geht bei den meisten über einen 6-h-Lauf. Da ich im März beim geplanten 6-h-Lauf in Rheine aber krank war, gab es vorher keine Gelegenheit mehr für mich, also sollte es wohl die Harzquerung werden und es fühlte sich auch im Vorhinein schon sehr gut an. Ich war vor vielen Jahren mal im Himalaya unterwegs und habe dort den Patalsu bestiegen – der liegt auf 4.400 m ü. NHN – also ein kleines bisschen höher ;-). Damals natürlich wandernd und nicht laufend. Doch alleine das Wissen, dass ich das geschafft habe, gab mir genug Schub auch die Harzquerung zu schaffen.

„Lass uns die Freiheit spüren,
mit jedem Schritt, den wir gehen
und lass uns das erleben,
einmal dort oben zu stehen.“

Und genau so bin ich es angegangen. Ich bin einen Schritt nach dem anderen gegangen. Mein Sohn Bjarne hatte mir vorher mal gesagt: „Mama, du kannst doch jede Strecke laufen, die du willst. Du brauchst einfach nur einen Schritt nach dem anderen machen und dann schaffst du jede Strecke“. Daran habe ich gedacht, als ich den Berg hoch gegangen bin. Ich stelle mir dabei vor, wie der Berg unter mir wegrollt – also quasi wie eine Rolltreppe – und ich dadurch vom Berg hochgeschoben werden. Ich gehe also gar nicht selber. 😉 Und so fühlte es sich auch tatsächlich an. Ich bin in einen superguten Gehrhythmus reingekommen, der mich den Berg hochgezogen hat. Es gab auch nur noch mich, den Berg und die Natur. Alle anderen Läufer habe ich ausgeblendet – ich habe auch einige überholt. Das habe ich aber nur am Rande mitbekommen und es war mir auch nicht wichtig. Ich wollte einfach für mich diesen Berg hochkommen.

„Lass uns die Angst besiegen,
mit jedem Schritt, den wir gehen
Lass uns füreinander da sein
und nicht mehr zurücksehen

Während des Laufens denke ich auch oft an meinen kleinen Sohn, der aufgrund seiner Behinderung nicht laufen kann. Er ist auf meinem Laufshirt und natürlich in meinem Herzen immer dabei. Julian hatte eine von Ärzten prognostizierte Lebenserwartung von ca. 1 Jahr. Er ist jetzt 4,5 Jahre und macht jeden Tag tolle Fortschritte. Wir haben da also eine Menge mitgemacht in den letzten Jahren und unglaublich viel geschafft. Und so lohnt es sich immer wieder, nicht zurück sondern nach vorne zu sehen und immer weiterzugehen.

Ein weiteres Lied war “ Wir sind die Gipfelstürmer“

Wir steigen an, bis wir am Himmel sind
Hoch hinaus, bis zum Wolkenrand der Welt
Wir ziehen los, immer weiter, immer höher
Und immer schneller
Bis zum Himmel um die Welt
Wir sind die Gipfelstürmer

Das war ein absoluter Gänsehautmoment. Ich hatte wirklich Gänsehaut. Das Hochgehen fiel mir so leicht. Ich habe die Lieder leise mitgesungen und wurde weiter hochgezogen. Mittlerweile gab es wunderschöne Ausblicke ins bewaldete Tal hinunter und ich hatte das Gefühl geradewegs in den Himmel zu wandern.

Wenn ich jetzt an diesen Moment zurückdenke, kann ich mich auch gar nicht erinnern, dass ich irgendwelche körperlichen Schmerzen hatte. Die ganze Anstrengung von vorher war wie weggeflogen. Es ist wirklich unglaublich.

Und dann gab es noch „Mein Berg“:

„Hab meinen Berg vor Augen
Er ist da, zu jeder Zeit
Ich gehe ihn ständig hoch
Und fühle mich klein

Ich öffne meine Augen
Und sehe so viele wie Mich
Jeder geht seinen Berg hinauf
Und will spüren, dass er wertvoll ist
Ich öffne meine Augen
Und sehe so viele wie dich und mich
Jeder geht seinen Berg hinauf
Und will spüren, dass er nicht alleine ist

Ich denke nach über mein Leben
Heute kann ich Vieles klarer sehen
Ich hatte immer nur den Gipfel vor Augen
Und so viel verpasst auf meinem Weg dorthin

Ständig auf der Suche
nach Anerkennung und Applaus
Nur dann hatte mein Leben einen Wert
Und nur dann hab ich an mich geglaubt

Ab heute will ich vieles ändern und handeln
Sehe meinen Berg und meinen Weg
Ich will nicht nur glücklich am Gipfel sein
Sondern auch auf meinem Weg dorthin“

Ja. Laufen hat sehr viel mit dem Leben gemeinsam.

Oben angekommen, habe ich einen kurzen Getränkestopp eingelegt – Jörg kam auch kurz danach und wir haben das Gipfelfoto gemacht. Auf dem Gipfel selber hat man keine Aussicht – dafür hätten wir noch auf den Aussichtsturm klettern müssen. Mein aktueller Flow und die vielen Treppen haben mich davon abgehalten. So habe ich die Ohrstöpsel wieder reingesteckt und bin mit „Hinunter bis auf Eins“ den Berg runtergeflogen. Es fühlte sich zumindest es so an.

Drei, zwei, eins, los
Ich hab es schon als Kind geglaubt
Und breite meine Flügel aus
Die Schwerkraft wollte ich besiegen
Ich hab geträumt, ich könnte fliegen
Ich bin zum großen Sprung bereit
Und zähl hinunter bis auf Eins
Ich streck sie aus, meine Flügel
Und spring vom höchsten Punkt der Welt
Ich hab geträumt, ich kann fliegen
Und dass der Wind mich einmal trägt
Drei, zwei, eins
Ich schmiede mir ein Fluggerät
Das mich in den Himmel trägt
Ich spür die Zeit, wie sie mich schiebt
Wenn unter mir der Abgrund liegt
Am Gipfelrand im Sonnenschein
Zähl ich hinunter bis auf Eins
Ich streck sie aus, meine Flügel

Wow! Das war ein Wahnsinnsgefühl diesen Berg quasi herunterzufliegen. Ich glaube, von der pace her war ich gar nicht so schnell unterwegs, aber es fühlte sich einfach richtig gut an und hat unfassbar viel Spaß gemacht. Einfach laufen lassen und nicht denken.

Ja, das war wirklich mein „Magic Moment“ im Harz.

1, 2, 3, 4 – zu Starbucks

Mir war heute nach Starbucks. Und was macht man da als Langstreckenläuferin? Richtig – Starbucks-Karte einpacken und hinlaufen… Einzige Hürde ist, dass der nächste Starbucks in Bielefeld ist. 😉

Also habe ich mich heute erneut nach Bielefeld aufgemacht. Ich bin die Strecke bereits im Sommer als Vorbereitung für den Marathon gelaufen. Damals waren es 32 km bis Senne. Mal schauen wie weit ich heute komme.

Bis kurz vor Schloss Holte (ca. km 22) lief es total problemlos und ich habe mich auch an dem perfekten Läufer-Wetter (11 Grad und teilweise sogar leicht sonnig) erfreut. Die km flogen so dahin und verlaufen habe ich mich auch nicht. Dann kam ein kleiner Einbruch und ich bin wesentlicher langsamer gelaufen bzw. stellenweise auch gegangen. Bis Schloss Holte (km 26,5) habe ich mich irgendwie hinmotiviert. Dort habe ich meine Uhr gestopptund mich ins Café gesetzt. Ich hätte mich auch locker in den Zug zurück setzten können, aber irgendwie wollte ich doch gerne zu Starbucks. Also Uhr neu gestartet und mich weiter auf den Weg gemacht. Nach der Pause ging es auch wieder etwas besser und ich konnte eine ganze Weile wieder laufen – zwar langsam, aber laufend.

In Sennestadt (km 32) habe ich erneut ein kleines Päuschen eingelegt. Direkt am Bahnhof. 😉 Ausstieg wäre also möglich gewesen. Allerdings waren es da ja „nur“ noch 8 km bis zum auserkorenen Ziel: die Straßenbahnhaltestelle in Brackwede. Das klang gar nicht mehr so viel und hatte den schönen Nebeneffekt, dass es genau 40 km wären. Das hat mich motiviert weiter zu machen und so habe ich mich wieder auf den Weg gemacht. Die letzten 2 km gingen etwas bergauf über einen Friedhof. Die bin ich gegangen. 😉 Aber geschafft und bin glücklich in die Straßenbahn gestiegen, die mich zu Starbucks gebracht hat.

Der zweite Teil des Laufs war heute irgendwie schwierig für mich. Ich liebe ja lange Läufe und ich bin vorher schon immer aufgeregt wie ein kleines Kind an Weihnachten. Der erste Teil war auch wirklich gut und schön. Der zweite Teil war hart erarbeitet. Doch umso glücklicher bin ich jetzt, dass ich es doch geschafft habe.

Mir ist heute aufgefallen, dass mir bei jedem langen Lauf was anderes weh tut. Beim letzten langen Lauf neulich war es der untere Rücken, beim Marathon die ganzen Beine insbesondere Oberschenkel und heute war es die hintere Beinrückseite. Ganz besonders die linke Seite ist jetzt deutlich verspannt. Nunja. Wird schon wieder. Mein nächster Lauf ist ja erst für Sonntag geplant. 😉

Der Kuchen und Cappuccino bei Starbucks war sehr köstlich. Nach einer Pause dort, einen Bummel durch Bielefeld, sitze ich jetzt im Zug zurück und kann so alle durchlaufenen Orte nochmal entspannt erleben. Auch sehr schön.

Mittagspause in Schloss Holte

1 – 2 – 3 – 4 Mal 10 km und „schon“ ist man in Bielefeld.

Entspannt am Ziel

Ganz schön nass heute…

Meine Motivation heute laufen zu gehen, hielt sich etwas in Grenzen. Ich habe noch Muskelkater vom Yoga gestern und so richtig Lust hatte ich auch nicht.
Nach kurzer Diskussion mit meinem inneren Schweinehund, haben wir uns dann doch gemeinschaftlich auf den Weg gemacht. Nach der Hälfte der Strecke fing es an zu regnen. Hui. Ich bin echt ganz schön nass geworden. Am Ende bin ich doch auf fast 12 km gekommen und war sehr zufrieden damit. Und die warme Dusche danach war heute doppelt so schön. 

Beim Laufen selber stört es mich nicht so sehr, wenn es regnet. Die Sicht ist durch die Brille nur schlechter. 🤓 Als ich allerdings danach mit dem Rad quer durch Paderborn bin, bin ich nochmal richtig nass geworden. Und das hat mich echt gestört und habe vor mich hingeschimpft. Ein Hoch auf einen Trockner. 🤣

Ganz schön nass heute…

Meine Motivation heute laufen zu gehen, hielt sich etwas in Grenzen. Ich habe noch Muskelkater vom Yoga gestern und so richtig Lust hatte ich auch nicht.
Nach kurzer Diskussion mit meinem inneren Schweinehund, haben wir uns dann doch gemeinschaftlich auf den Weg gemacht. Nach der Hälfte der Strecke fing es an zu regnen. Hui. Ich bin echt ganz schön nass geworden. Am Ende bin ich doch auf fast 12 km gekommen und war sehr zufrieden damit. Und die warme Dusche danach war heute doppelt so schön. 

Beim Laufen selber stört es mich nicht so sehr, wenn es regnet. Die Sicht ist durch die Brille nur schlechter. 🤓 Als ich allerdings danach mit dem Rad quer durch Paderborn bin, bin ich nochmal richtig nass geworden. Und das hat mich echt gestört und habe vor mich hingeschimpft. Ein Hoch auf einen Trockner. 🤣

Der Tag vor dem Marathon

Ich bin gut in Köln angekommen, habe meine Startnummer abgeholt und mir ein neues Startnummerband gegönnt. Mein altes hat es bei einem der letzten Läufe zerlegt. Jetzt bin ich im Hotel und gucke „Mein letztes Rennen“. Passt doch irgendwie zu meinem ersten Mal. 

Nach der Aufregung der letzten Wochen bin ich jetzt erstaunlich ruhig. Fast ungläubig, dass es morgen tatsächlich so weit ist. 😊 

Heute Abend treffe ich mich noch mit meiner Familie und Freundin zum Essen. Private Pasta-Party im Vapiano. 😋🍝

Zum Glück habe ich die letzten zwei Nächte recht viel geschlafen. Somit brauche ich mir keine Sorgen machen, falls die nächste Nacht kürzer wird. 

Beim Abholen der Unterlagen wurde am Start gerade Soundcheck gemacht. Wuuaaahhh!!! Gänsehaut!!! Wahnsinn. 

Wenigstens mal ein Mal die Führungsfahrzeuge gesehen. 😅
Hier geht es morgen los – mit Blick auf das Ziel – dem Kölner Dom.
Soooo schön – das Teilnehmershirt. 😍
Alles liegt bereit. 🏃🏼‍♀️💨

Und plötzlich läuft es wieder

Heute bin ich zwei Runden um die Abachtalsperre gelaufen – das sind insgesamt 18 km. Ich habe knapp 2 Stunden gebraucht und war seeeeehr positiv überrascht, wie gut es lief. Nachdem die letzten Wochen etwas zäh waren, war es heute wieder richtig gut. Das Laufen fiel mir leicht und ich wäre gerne sogar noch länger gelaufen. Ich wollte es aber nicht direkt überreizen. Mein Zeh hat ein wenig gedrückt, ansonsten war aber alles prima. In den Beinen merke ich die 18 km nun natürlich trotzdem etwas. Ich habe auch wieder festgestellt, dass dieses Wetter genau mein Läuferwetter ist: 11° und Nieselregen. 😅 Für Köln wünsche ich mir auch 10-15°…. Gerne dann ohne Regen….  ich jammere dem Sommer natürlich trotzdem ein bisschen hinterher. Es ist jetzt so schnell Herbst geworden. 

Bei den längeren Läufen höre ich gerne Musik – meistens Unheilig, David Garrett, Deine Lakaien oder Hörbücher. Heute waren Unheilig und David dran. Bei manchen Liedern musste ich richtig aufpassen, dass ich nicht so schnell laufen, weil sie mich so sehr motivieren. ☺️ Manchmal singe ich auch mit und hoffe dann, dass mich keiner hören. Und wenn ich dann noch vor mich hin grinse, weil ich so happy bin, befürchte ich manchmal eingewiesen zu werden. Ja, ich laufe wirklich sehr gerne. Ich habe es auch sehr vermisst.


Noch 12 Tage…

bis zum Marathon und die Spannung steigt. Letzte Woche Freitag bin ich meinen letzten Volkslauf mitgelaufen – 10 km in Delbrück. Der nächste ist nun tatsächlich der Marathon. Ehrlich gesagt, hätte ich am Freitag beim Zieleinlauf heulen können, weil ich mich so darauf freue. 😉 Die 10 km liefen auch prima, ich habe es etwas langsamer angehen lassen und bin nach 55 Minuten ins Ziel gekommen. Ich bin auch mit einem erfahrenen Marathoni gelaufen, der mir noch den ein oder anderen Tipp mitgeben konnte. Das war echt prima.

Mein Zeh hat gehalten. Er hat nur ein kleines bisschen geschmerzt. Doch die viel größere Herausforderung ist tatsächlich, dass ich keine Schonhaltung einnehmen darf. Dadurch belaste ich meine Körperseiten unterschiedlich und verkrampfe ich mich nur. Bei einem kleinen, langsamen Lauf gestern von knapp 9 km habe ich bewusst darauf geachtet, beide Füße gleichmäßig zu belasten und das ging tatsächlich total gut. Hurra! Bei dem 9-km-Lauf habe ich brav ein Tempo von 6:30 Min./km eingehalten. Das ging prima und wird mein Starttempo beim Marathon sein. Da habe ich das Gefühl, nicht zu schnell unterwegs zu sein, aber halt auch nicht total langsam. Ich finde auch, wenn man bei langen Läufen zu langsam startet, schlappt man sich so ein und kommt dann nicht mehr aus dem Quark. Für mich ist das Tempo also ein ganz guter Kompromiss. Tja und was dann ab km 30 oder 35 passiert, weiß ich ja eh nicht. Da war ich ja noch nie und dann wird es richtig spannend. Und jeder Marathoni hat auch Storys zu erzählen. 

Beim Marathon werde ich an den Verpflegungsstationen definitiv anhalten und maximal im Gehen trinken. Bei meinem Versuch das Wasser aus dem Becher zu trinken, habe ich in Delbrück mir das Wasser in die Nase gekippt, beim nächsten Mal fast verschluckt und zu allem Überfluss bekam ich noch leichte Seitenstiche. Alles Mist. Auf die paar Minuten kommt es nun echt nicht an. Also werde ich brav gehen und in Ruhe trinken. Ehrlich gesagt mag ich es bei den langen Läufen ja auch sehr gerne, kleine Pausen einzulegen, um dann erfrischt weiter ans Werk zu gehen.

Ansonsten bin ich wieder in meinen normalen Trainingsplan eingestiegen, der aber jetzt in der Tapering-Phase nur noch ein paar kürzere Läufe vorsieht. Diese Woche werde ich eine etwas längere Runde von ca. 16 km probieren, aber gaaaaaanz langsam und in Ruhe. Die restlichen 3 Läufe sind 5-6 km lang. Das wars dann.

Blöderweise ist mein Pulsuhr noch kaputt gegangen und ich habe sie eingeschickt. Ich hätte sie schon gerne dabei – schon alleine, um meine Geschwindigkeit kontrollieren zu können. Ich hoffe, ich bekomme sie rechtzeitig wieder, ansonsten muss ich mir einen Plan B überlegen. Eigentlich brauche ich ja nur eine einfache Stoppuhr. Die km werden ja angezeigt. Notfalls reicht auch die Handyuhr aus. Oder ich laufe doch mit Runkeeper. Mal sehen.

Ansonsten hoffe ich nun inständig, nicht noch krank zu werden. Seit ein paar Tagen fühle ich mich etwas k.o. und als würde ich Halskratzen/-schmerzen bekommen bzw. meine Atmung fühlt sich etwas belegt/erschwert an. Ich nehme jetzt schon vorbeugend ein paar homöopathische Sachen. 😉 Ich habe das aber öfters vor den geplanten Rennen (früher halt bei den 10 km beim Osterlauf bzw. beim ersten Halbmarathon). Ich glaube, es ist nur in meinem Kopf. Mit Erkältung würde ich ja definitiv nicht laufen. Es wäre zwar echt schade drum, aber dann würde ich mir einen anderen Marathon heraussuchen. Zum Glück gibt es ja genug. Nein. Nein. Im Grunde weiß ich ja, dass Köln klappen wird. In einem meiner Laufbücher stand auch drin, dass man zu Beginn der Tapering-Phase eine kleine Erkältung bekommen kann. Einfach weil der Körper auf Erholung und Regeneration umschaltet. So wie im Urlaub krank werden…. Ich hoffe das beste und schone mich mehr.




Lauf an der holländischen Nordseeküste

Interesssant. Die 26 km heute fielen mir wesentlich leichter als die 24 letzte Woche. Ich habe auch lediglich eine Minute länger gebraucht. 🤔

Nur die letzten 2 km hat mein Körper geweint und ich habe es ignoriert. 😅 Nein. So schlimm war es nicht, ich habe die Belastung dann nur schon sehr gemerkt und es zwackte im Rücken, in den Knien und im Nacken. Ignorieren hat tatsächlich geholfen. Der Marathon ist zwar immer noch 16 km länger als heute. Dennoch kam es mir heute nicht so total absurd vor, die Strecke zu schaffen. Ich denke, das ist ein Anfang. 😊

Da wir im Urlaub sind, habe ich mir eine nette Strecke an der Küste entlang herausgesucht. Von Julianadorp ging es erst durch die Dünen und anschließend über den Deich bis Den Helder und dort bis zur Anlegestelle, von wo aus, es nach Texel geht. Da waren es genau 13 km und ich habe eine kleine Pause mit meinen 2 Riegeln eingelegt. Netterweise gab es dort auch eine Toilette. In den Dünen und am Deich waren die Büsche auch recht rar gesät. ☺️

Ich habe kurz überlegt, ob ich den gleichen Weg wieder zurücklaufe, weil ich dann nicht viel hätte nach dem Weg gucken müssen. Da ich bis dahin aber den Wind leicht schräg im Rücken hatte und ich damit 13 km gegen den Wind hätte laufen müssen und ich es generell nicht so mag, den gleichen Weg wieder zurück zu laufen, habe ich mich doch für die Strecke quer durch entschieden. Das führte anfangs dazu, dass ich relativ viel auf dem Handy nach dem Weg gucken musste. Das fand ich nach einiger Zeit allerdings so umständlich, dass ich mir einfach nur grob die Richtung gemerkt habe und so weitergelaufen bin. Das wiederum führte dazu, dass ich mich auf einem sehr netten Waldweg befand – allerdings hätte ich weiter rechts laufen müssen.  Nunja und da war erst eine Gracht und dann Bahnschienen. Zurücklaufen wollte ich nicht und so ganz falsch war die Richtung auch nicht. Also einfach mal weiterlaufen. Einen Übergang über die Bahnschienen habe ich dann auch entdeckt. Jetzt halt es noch die Gracht zu überwinden. Das klappte dann aber auch ein paar 100m weiter und so konnte ich glücklich wieder die richtige Richtung einschlagen. Leider war es dann auch vorbei mit der schönen Strecke und ich bin die letzten 6 km stumpf und schnur geradeaus auf einem Radweg an einer Landstraße entlang gelaufen. Nunja. Hat auch geklappt. 

Los geht’s.
Halbzeit!
Bahnschienen – Gracht – Weg.