42 km check. 😅

Nein. Ich bin nicht gelaufen, sondern geradelt. 🚴🏼‍♀️ Heute hat es tatsächlich geklappt. Sturm Sebastian hat sich verzogen und der Regen soll erst ab mittags kommen. Also habe ich den Vormittag genutzt und bin von Paderborn nach Lippstadt geradelt. Mit ein paar Schleifen waren es dann tatsächlich am Ende 42,2 km. 😅 Die Tour heute war in vielerlei Hinsicht gut:

  •  Ich habe es doch noch geschafft, eine längere Einheit einzubauen. Das beruhigt mich tatsächlich sehr. 
  • Ich habe ein Gefühl für die Länge der Strecke bekommen. Mir ist es zwar immer noch ein Rätsel, wie ich die Strecke tatsächlich laufen soll, aber nun gut. Einfach einen km nach dem anderen. Wie sonst auch alle. 
  • Ich bin durch Ehringhausen gekommen. Da ist mir eingefallen, dass ich Anfang des Jahres einen Lauf von Ehringhausen nach Paderborn gemacht habe. Das waren 27 km. Damals hatte ich schon nach 3 km einen Einbruch und ich habe gedacht, ich müsste abbrechen. Ich habe mich aber wieder berappelt und bin die Strecke doch gelaufen. Das war echt gut für meine mentale Stärke. 
  • Und mir ist eingefallen, dass ich im Januar eine Drei-Tages-Wandertour gemacht habe. Das waren in Summe 72 km. Und da bin ich auch weitergegangen, obwohl es geschmerzt hat. Das halte ich also auch aus. Und die Leistung war noch vor den 800 km, die ich bisher dieses Jahr gelaufen bin. 

Ihr seht schon, ich bin wesentlich besser drauf und viel zuversichtlicher als gestern. Wird schon klappen. 💪🏻🏃🏼‍♀️💨

Jetzt genieße ich ein Mittagessen und dann geht es mit dem Zug zurück. 

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Alternativtraining Radeln steht unter keinem guten Stern

Ich hatte mir bereits für Montag eine längere Radtour vorgenommen. Es sollte von Paderborn über Wünnenberg nach Büren und wieder zurück gehen – ca. 70 km in etwa 4,5 Stunden. Das sollte der Ausgleich für den letzten langen Lauf sein, der mir durch den kaputten Zeh fehlt. Also bin ich am Montag Morgen mit Regensachen und Verpflegung frohen Mutes mit meinem Radl aufgebrochen. Nach 3 km fahre ich gerade aus Paderborn heraus und plötzlich fühlt sich mein Fahrrad komisch an. Ich schaue nach vorne und so langsam registriert mein Gehirn: Ich habe einen Platten!!!!

In dem Moment hatte ich echt das Bedürfnis mich einfach auf die Straße zu setzen und loszuheulen. Es ist echt wie verhext. Erst der Zeh kaputt und jetzt der Reifen. Damit war auch klar, dass es am Montag nichts mehr wird mit der langen Tour. Das hätte ich zeitlich nicht mehr geschafft, erst den Reifen zu flicken und mich dann noch auf den Weg zu machen. GRMPF!!!! Ich war echt bockig. Aber es nützte ja alles nichts. Ich habe das Rad also wieder nach Hause geschoben, mir einen neuen Schlauch besorgt und abends das Rad wieder flottgemacht. Immerhin war ich abends beim Yoga.

Für Dienstag morgen war ich eigentlich zum Spinning angemeldet. Mir ist dann aber aufgefallen, dass ich einen Terminkonflikt habe und mein Sohn zeitgleich zur Therapie musste. Also fiel das Spinning auch aus. Abends war ich bei einer Freundin, zu der ich immerhin mit dem Rad gefahren bin. Ich verbuche das mal unter Training. 😉

Damit sind wir also beim heutigen Mittwoch und meinem nächsten Versuch eine längere Tour zu unternehmen. Wieder mache ich mich auf den Weg. Vorher habe ich bei der Fahrt zum Zahnarzt schon gemerkt, dass der Herbst nun wohl da ist. Es war recht windig und von den Bäumen fallen langsam die Blätter und überall liegen Kastanien. Das heißt wohl Herbst! Wieviel Herbst heute allerdings schon ist, habe ich deutlich unterschätzt. Als ich los bin, ging es erstmal ca. 4 km bergauf. Das war schon der erste Knaller. Als ich endlich oben war, hatte ich mich darauf gefreut entspannt durchs Feld zu fahren. Pustekuchen! Auf dem offenen Feld fegte der Sturm über mich hinweg und es fühlte sich eigentlich genauso wie bergauffahren. Ich habe echt offen vor mich hingeflucht und den Wind ausgeschimpft. Je weiter ich kam, desto schlimmer war es, also habe ich meine Tour etwas angepasst und bin wieder Richtung Stadt gefahren. Dabei hat es mich allerdings zwei Mal fast vom Rad geweht. Unglaublich! Ich konnte mich kaum halten, also bin ich abgestiegen und habe geschoben. Das ging noch einigermaßen. Etwas Bedenken aufgrund der Äste, die immer mal wieder von den Bäumen wehten, hatte ich natürlich auch. Es ist aber alles gut gegangen und ich bin in Borchen reingefahren. Dort war es tatsächlich etwas besser. Ich habe eine kleine Pause eingelegt und habe das Wetter online gecheckt. Sturmtief „Sebastian“ bescherte mir den Wind. Leider wütet er sowohl heute als auch morgen noch über Deutschland mit teils kräftigen Sturmböen. Die Graphiken im Internet sahen nicht gut aus.

Ich bin als noch nach Wewer und dann zurück nach Paderborn gefahren. Zwischendurch war es wieder etwas ruhiger und ich habe überlegt, doch noch weiter zu fahren. Aber ehrlich gesagt, war mir das dann auch zu riskant. Ich habe echt irre viele Äste überall auf den Wegen gesehen. Meine Motivation einen dieser Äste abzubekommen, hält sich doch sehr in Grenzen.  Also habe ich nach 18 km und 70 Minuten meine Tour für heute beendet. Als ich wieder zu Hause war, habe ich aber auch gemerkt, dass ich nun doch etwas k.o. bin. Die Tour war zwar kurz, aber gar nicht so ohne. Also gab es immerhin etwas Trainingseffekt.

Ich muss auch gestehen, dass so langsam meine Nerven mit mir durchgehen. Dadurch, dass ich die letzten 2 Wochen nicht mehr trainieren kann und mir mit heute auch die letzte Möglichkeit genommen wurde, eine längere Einheit zu trainieren, mache ich mir mittlerweile doch sehr viele Gedanken. Morgen klappt es wegen des Sturms ja immer noch nicht, am Freitag laufe ich einen 10-km-Volkslauf mit. Tja und dann sind es ja tatsächlich nur noch 2 Wochen bis zum Marathon und d.h. keine langen Einheiten mehr sondern das Training runterfahren. Gefühlt habe ich das ja jetzt schon die ganze Zeit gemacht und wie gesagt, ich werde jetzt echt nervös, ob ich ausreichend trainiert habe…. Ich führe mir immer wieder vor Augen, wie viele km in den letzten Monaten zusammen gekommen sind. Seit Anfang Juni bin ich 445,4 km gelaufen und 273 km Rad gefahren. Und in 2017 bin ich gesamt bisher ganze 832 km gelaufen…. Da sollte es wohl möglich sein, in zwei Wochen 42 km zu laufen…. Nunja, das sagt der Verstand. Alles andere dreht regelmäßig durch und macht alle in meiner Umgebung direkt mit nervös…. Ich hoffe, ich beruhige mich vorher noch wieder und bin nicht total aufgedreht, wenn ich in Köln bin.

AAAAAAAHHHHHHH!!!!!!!

219 km Alternativtraining 

Die letzten drei Tage standen ganz im Zeichen vom Alternativtraining „Radeln“. Ich war mit meiner Schwester zu einer Radtour am Rhein entlang unterwegs. 

1. Tag: Düsseldorf über Köln bis Bonn: 98 km – am Ende war es starkes mentales Training. 😅

2. Tag: Bonn – Drachenfels – Linz – Bad Neuenahr-Ahrweiler – Pech – Bonn: 84 km – eine Menge Berge abgestrampelt, Weinpause, Kölschpause, sehr schöne Ecken in Deutschland gesehen. 

3. Tag: Bonn – Köln: 37 km. Und auf den letzten 10 km haben wir doch noch einen Regenschauer abbekommen. Der Rest der Tour war ideales Wetter. 

Konditionsmäßig hat das Radeln echt gut geklappt und ist wirklich prima Alternativtraining, weil ich über eine wesentlich längere Zeit aktiv war. Uns insgesamt hat es auch echt Spaß gemacht. Allerdings schmerzt irgendwann der Po… 😅