Rømø – Inselumrundung

Wir sind aktuell in Dänemark zum Urlaub. Die Urlaubsinsel Rømø ist nicht sehr gross, so dass ich vorher schon überlegt hatte, die Insel laufend zu umrunden. Mitte Oktober steht auch der nächste Marathon an, so dass ich doch so langsam mal den ein oder anderen 30er Lauf machen könnte.

Ich bin nach dem Frühstück gestartet. Erst mit der Familie zum Kobmanden und Sonnencreme kaufen und dann habe ich mich auf den Weg gemacht. Als erstes ging es ca. 8 km Richtung Norden. Ich bin überwiegend neben dem Juvre-Deich gelaufen. Ab und an auch auf dem Deich – dann hatte ich Ausblick aufs Wattenmeer und Zuschauer in Form von Schafen, die mich angestarrt haben. Ich habe mich schon gefragt, was sie gedacht haben. 😅

Im Norden ist Naturschutzgebiet und militärisches Gebiet, so dass man hier nicht direkt zum Meer kommt. Ich habe also eine kleine Schleife gedreht und bin zur Westküste in Lakolk an den Strand gelaufen. Hier hatte ich 19 km und 2:15 h auf der Uhr – Zeit für eine Pause! Gestärkt mit Milchshake, Äpfel und Joghurt, der zum Glück flüssig genug war, so dass ich ihn trinken konnte, ging es an den Strand. Die Westküste Rømø besteht aus einem sehr breiten Sandstrand, der so befestigt ist, dass man ihn mit dem Auto befahren kann. Also geht auch laufen… Die nächsten km waren von der Aussicht her die schönsten, aber von der Antrengung auch die härtesten. Zum einen ist es moralisch echt schwierig am Strand entlang zu laufen – es passiert einfach nicht viel und ich hatte das Gefühl kaum vorwärts zu kommen. Zum anderen ist es auch auf festem Sand irre schwer zu laufen. Man sackt doch bei jedem Schritt etwas ein. Nach weiteren 5 km bin ich im Süden am so genannten Sonderstrand angekommen. Dieses noch größere Sandareal bietet beste Bedingungen für Strandsegler und Buggykiter. Außerdem ist hier eine wunderschöne Dünen- und Wattlandschaft. Um die Natur genießen zu können, bin ich eine ganze Zeitlang gewandert und zwischendurch auch barfuß durchs Meer.

Mein nächstes Ziel war Havneby – die südlichste und auch größte Ortschaft Rømøs. Als ich noch etwa 5 km entfernt war, habe ich die Info von meiner Familie bekommen, dass sie gerade im Hafen von Havneby sind und sich das Auslaufen der Fähre nach Sylt anschauen. Witzigerweise habe ich genau diese Fähre vom Strand aus gesehen. Wir haben uns also in einem Café verabredet. Das hat mich direkt motiviert den Rest wieder zu laufen. Die letzten 2 km waren dann Kasperletheater im Kopf: zwischen „Mach hinne – gleich bist du da und kannst dich ausruhen“ und „Lass dir Zeit – es ist doch total egal, wann du ankommst“ ist alles dabei gewesen.

Kurz vorm Café sprang die Uhr auf 32 km um, für die ich 4:13:38 h gebraucht habe. Es war sehr anspruchsvoll, sehr schön und ich bin happy, dass es geklappt hat.

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