Und plötzlich steht vorne die „1“

Heute ging es für mich zum 1. Almemarathon – ein wunderschöner Lauf durchs Paderborner Land, der von 13 Sportvereinen zum ersten Mal organisiert wurde. Sehr empfehlenswert! Da ich erst vor zwei Wochen meinen Marathon gelaufen bin, hatte ich heute keine großen Erwartungen an den Lauf. Ich wollte einfach mal gucken, was geht. 

Bereits beim Einchecken am Ahorn-Sportpark habe ich die ersten bekannten Gesichter getroffen. Durch die vielen Läufe in der Gegend habe ich mit mittlerweile viele tolle Menschen kennen gelernt – echt eine Läufer-Community. I love it!

Um 9 Uhr ging es mit dem Bus zur Wewelsburg. Dort war noch reichlich Zeit zum Quatschen, Banane-Essen, umziehen und eine Toilettenschlange gab es auch nicht so richtig. Um 11.15 Uhr fiel der Startschuss durch den Landrat Manfred Müller, unter dessen Schirmherrschaft die Veranstaltung steht. In Wewelsburg ging es direkt zu Beginn bergan – das ist ja nicht so meins. Aber nun gut. Es ging auch schon mit einem ganz guten Tempo los – 5:30er Schnitt. Dadurch, dass es aber doch meistens leicht bergab ging und nur kurze, kleine Steigungen drin waren, die ich alle gegangen bin, konnte ich das Tempo tatsächlich gut halten. Landschaftlich ist der Weg, der fast die ganze Zeit dem Alme-Radweg folgt, einfach ein Traum. Und das gute Wetter tat sein übriges dazu. Nur zum Ende hin wurde es mir etwas sehr warm… 

Es ging durch Tudorf, Alfen, Borchen, Wewer nach Paderborn zurück. Alle 5/6 km hatten die einzelnen Sportvereine Verpflegungsstationen aufgebaut – Musik, Getränke, Bananen inklusive. Am letzten Stand in Wewer gab es sogar Bier und Sekt. Zu diesem Zeitpunkt hatte mich allerdings der Ehrgeiz geweckt. Ich konnte die Zeit gut halten und erst ab km 17 habe ich den Marathon dann doch in den Beinen gemerkt. Also hieß es jetzt kämpfen. Ich fand diese letzten 4 km anstrengender als die letzten km vom Marathon. Ein ewiges Schwanken zwischen „Los – beiß dich durch“ und „Ach, Mensch. Lass locker. Jede Zeit ist toll.“ Immer wieder mit Blick auf die Uhr und hochrechnen, ob es ausreicht, hörte ich plötzlich den Stadionaprecher, dann noch um die Kurve und schon konnte ich das Stadion mit dem Zieleinlauf sehen. Saucool. Und ich bin mit einer Wahnsinnszeit von 1:59 h ins Ziel gelaufen. Hurra! Neue persönliche Bestzeit und unter 2 Stunden. Das kam heute echt überraschend. Es ist immer wieder schön, wenn man erwartungslos läuft. Ok und sich dann auch durchbeißt am Ende. 😉 Heute wurde es mir geschenkt – und vor 2 Jahren war ich so traurig, weil ich es nicht geschafft hatte. 😉 Hatte dann doch sein gutes. 

Jetzt ist tatsächlich Pause angesagt. Ich merke auch, dass ich jetzt doch ziemlich k.o. bin. 😊





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2 Gedanken zu “Und plötzlich steht vorne die „1“

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