Der Tag vor dem Marathon

Ich bin gut in Köln angekommen, habe meine Startnummer abgeholt und mir ein neues Startnummerband gegönnt. Mein altes hat es bei einem der letzten Läufe zerlegt. Jetzt bin ich im Hotel und gucke „Mein letztes Rennen“. Passt doch irgendwie zu meinem ersten Mal. 

Nach der Aufregung der letzten Wochen bin ich jetzt erstaunlich ruhig. Fast ungläubig, dass es morgen tatsächlich so weit ist. 😊 

Heute Abend treffe ich mich noch mit meiner Familie und Freundin zum Essen. Private Pasta-Party im Vapiano. 😋🍝

Zum Glück habe ich die letzten zwei Nächte recht viel geschlafen. Somit brauche ich mir keine Sorgen machen, falls die nächste Nacht kürzer wird. 

Beim Abholen der Unterlagen wurde am Start gerade Soundcheck gemacht. Wuuaaahhh!!! Gänsehaut!!! Wahnsinn. 

Wenigstens mal ein Mal die Führungsfahrzeuge gesehen. 😅
Hier geht es morgen los – mit Blick auf das Ziel – dem Kölner Dom.
Soooo schön – das Teilnehmershirt. 😍
Alles liegt bereit. 🏃🏼‍♀️💨

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Noch 93 Stunden… 

Die Spannung steigt! In 93 Stunden ist der Startschuss. Ok. Bis ich loslaufe, wird es dann noch ein bisschen dauern. Vermutlich wird es ja mehrere Startwellen geben. 

Es gibt nun auch eine App für den Lauf: 

– Apple/iTunes Store https://itunes.apple.com/us/app/rheinenergie-marathon-k%C3%B6ln/id1287644173

– Google Play Store https://play.google.com/store/apps/details?id=de.mikatiming.koelnmarathon

 Unter „Track my favorites“ könnt ihr meinen Lauf live verfolgen. Meine Startnummer ist die 2142.

Und plötzlich läuft es wieder

Heute bin ich zwei Runden um die Abachtalsperre gelaufen – das sind insgesamt 18 km. Ich habe knapp 2 Stunden gebraucht und war seeeeehr positiv überrascht, wie gut es lief. Nachdem die letzten Wochen etwas zäh waren, war es heute wieder richtig gut. Das Laufen fiel mir leicht und ich wäre gerne sogar noch länger gelaufen. Ich wollte es aber nicht direkt überreizen. Mein Zeh hat ein wenig gedrückt, ansonsten war aber alles prima. In den Beinen merke ich die 18 km nun natürlich trotzdem etwas. Ich habe auch wieder festgestellt, dass dieses Wetter genau mein Läuferwetter ist: 11° und Nieselregen. 😅 Für Köln wünsche ich mir auch 10-15°…. Gerne dann ohne Regen….  ich jammere dem Sommer natürlich trotzdem ein bisschen hinterher. Es ist jetzt so schnell Herbst geworden. 

Bei den längeren Läufen höre ich gerne Musik – meistens Unheilig, David Garrett, Deine Lakaien oder Hörbücher. Heute waren Unheilig und David dran. Bei manchen Liedern musste ich richtig aufpassen, dass ich nicht so schnell laufen, weil sie mich so sehr motivieren. ☺️ Manchmal singe ich auch mit und hoffe dann, dass mich keiner hören. Und wenn ich dann noch vor mich hin grinse, weil ich so happy bin, befürchte ich manchmal eingewiesen zu werden. Ja, ich laufe wirklich sehr gerne. Ich habe es auch sehr vermisst.


Noch 12 Tage…

bis zum Marathon und die Spannung steigt. Letzte Woche Freitag bin ich meinen letzten Volkslauf mitgelaufen – 10 km in Delbrück. Der nächste ist nun tatsächlich der Marathon. Ehrlich gesagt, hätte ich am Freitag beim Zieleinlauf heulen können, weil ich mich so darauf freue. 😉 Die 10 km liefen auch prima, ich habe es etwas langsamer angehen lassen und bin nach 55 Minuten ins Ziel gekommen. Ich bin auch mit einem erfahrenen Marathoni gelaufen, der mir noch den ein oder anderen Tipp mitgeben konnte. Das war echt prima.

Mein Zeh hat gehalten. Er hat nur ein kleines bisschen geschmerzt. Doch die viel größere Herausforderung ist tatsächlich, dass ich keine Schonhaltung einnehmen darf. Dadurch belaste ich meine Körperseiten unterschiedlich und verkrampfe ich mich nur. Bei einem kleinen, langsamen Lauf gestern von knapp 9 km habe ich bewusst darauf geachtet, beide Füße gleichmäßig zu belasten und das ging tatsächlich total gut. Hurra! Bei dem 9-km-Lauf habe ich brav ein Tempo von 6:30 Min./km eingehalten. Das ging prima und wird mein Starttempo beim Marathon sein. Da habe ich das Gefühl, nicht zu schnell unterwegs zu sein, aber halt auch nicht total langsam. Ich finde auch, wenn man bei langen Läufen zu langsam startet, schlappt man sich so ein und kommt dann nicht mehr aus dem Quark. Für mich ist das Tempo also ein ganz guter Kompromiss. Tja und was dann ab km 30 oder 35 passiert, weiß ich ja eh nicht. Da war ich ja noch nie und dann wird es richtig spannend. Und jeder Marathoni hat auch Storys zu erzählen. 

Beim Marathon werde ich an den Verpflegungsstationen definitiv anhalten und maximal im Gehen trinken. Bei meinem Versuch das Wasser aus dem Becher zu trinken, habe ich in Delbrück mir das Wasser in die Nase gekippt, beim nächsten Mal fast verschluckt und zu allem Überfluss bekam ich noch leichte Seitenstiche. Alles Mist. Auf die paar Minuten kommt es nun echt nicht an. Also werde ich brav gehen und in Ruhe trinken. Ehrlich gesagt mag ich es bei den langen Läufen ja auch sehr gerne, kleine Pausen einzulegen, um dann erfrischt weiter ans Werk zu gehen.

Ansonsten bin ich wieder in meinen normalen Trainingsplan eingestiegen, der aber jetzt in der Tapering-Phase nur noch ein paar kürzere Läufe vorsieht. Diese Woche werde ich eine etwas längere Runde von ca. 16 km probieren, aber gaaaaaanz langsam und in Ruhe. Die restlichen 3 Läufe sind 5-6 km lang. Das wars dann.

Blöderweise ist mein Pulsuhr noch kaputt gegangen und ich habe sie eingeschickt. Ich hätte sie schon gerne dabei – schon alleine, um meine Geschwindigkeit kontrollieren zu können. Ich hoffe, ich bekomme sie rechtzeitig wieder, ansonsten muss ich mir einen Plan B überlegen. Eigentlich brauche ich ja nur eine einfache Stoppuhr. Die km werden ja angezeigt. Notfalls reicht auch die Handyuhr aus. Oder ich laufe doch mit Runkeeper. Mal sehen.

Ansonsten hoffe ich nun inständig, nicht noch krank zu werden. Seit ein paar Tagen fühle ich mich etwas k.o. und als würde ich Halskratzen/-schmerzen bekommen bzw. meine Atmung fühlt sich etwas belegt/erschwert an. Ich nehme jetzt schon vorbeugend ein paar homöopathische Sachen. 😉 Ich habe das aber öfters vor den geplanten Rennen (früher halt bei den 10 km beim Osterlauf bzw. beim ersten Halbmarathon). Ich glaube, es ist nur in meinem Kopf. Mit Erkältung würde ich ja definitiv nicht laufen. Es wäre zwar echt schade drum, aber dann würde ich mir einen anderen Marathon heraussuchen. Zum Glück gibt es ja genug. Nein. Nein. Im Grunde weiß ich ja, dass Köln klappen wird. In einem meiner Laufbücher stand auch drin, dass man zu Beginn der Tapering-Phase eine kleine Erkältung bekommen kann. Einfach weil der Körper auf Erholung und Regeneration umschaltet. So wie im Urlaub krank werden…. Ich hoffe das beste und schone mich mehr.




42 km check. 😅

Nein. Ich bin nicht gelaufen, sondern geradelt. 🚴🏼‍♀️ Heute hat es tatsächlich geklappt. Sturm Sebastian hat sich verzogen und der Regen soll erst ab mittags kommen. Also habe ich den Vormittag genutzt und bin von Paderborn nach Lippstadt geradelt. Mit ein paar Schleifen waren es dann tatsächlich am Ende 42,2 km. 😅 Die Tour heute war in vielerlei Hinsicht gut:

  •  Ich habe es doch noch geschafft, eine längere Einheit einzubauen. Das beruhigt mich tatsächlich sehr. 
  • Ich habe ein Gefühl für die Länge der Strecke bekommen. Mir ist es zwar immer noch ein Rätsel, wie ich die Strecke tatsächlich laufen soll, aber nun gut. Einfach einen km nach dem anderen. Wie sonst auch alle. 
  • Ich bin durch Ehringhausen gekommen. Da ist mir eingefallen, dass ich Anfang des Jahres einen Lauf von Ehringhausen nach Paderborn gemacht habe. Das waren 27 km. Damals hatte ich schon nach 3 km einen Einbruch und ich habe gedacht, ich müsste abbrechen. Ich habe mich aber wieder berappelt und bin die Strecke doch gelaufen. Das war echt gut für meine mentale Stärke. 
  • Und mir ist eingefallen, dass ich im Januar eine Drei-Tages-Wandertour gemacht habe. Das waren in Summe 72 km. Und da bin ich auch weitergegangen, obwohl es geschmerzt hat. Das halte ich also auch aus. Und die Leistung war noch vor den 800 km, die ich bisher dieses Jahr gelaufen bin. 

Ihr seht schon, ich bin wesentlich besser drauf und viel zuversichtlicher als gestern. Wird schon klappen. 💪🏻🏃🏼‍♀️💨

Jetzt genieße ich ein Mittagessen und dann geht es mit dem Zug zurück. 

Alternativtraining Radeln steht unter keinem guten Stern

Ich hatte mir bereits für Montag eine längere Radtour vorgenommen. Es sollte von Paderborn über Wünnenberg nach Büren und wieder zurück gehen – ca. 70 km in etwa 4,5 Stunden. Das sollte der Ausgleich für den letzten langen Lauf sein, der mir durch den kaputten Zeh fehlt. Also bin ich am Montag Morgen mit Regensachen und Verpflegung frohen Mutes mit meinem Radl aufgebrochen. Nach 3 km fahre ich gerade aus Paderborn heraus und plötzlich fühlt sich mein Fahrrad komisch an. Ich schaue nach vorne und so langsam registriert mein Gehirn: Ich habe einen Platten!!!!

In dem Moment hatte ich echt das Bedürfnis mich einfach auf die Straße zu setzen und loszuheulen. Es ist echt wie verhext. Erst der Zeh kaputt und jetzt der Reifen. Damit war auch klar, dass es am Montag nichts mehr wird mit der langen Tour. Das hätte ich zeitlich nicht mehr geschafft, erst den Reifen zu flicken und mich dann noch auf den Weg zu machen. GRMPF!!!! Ich war echt bockig. Aber es nützte ja alles nichts. Ich habe das Rad also wieder nach Hause geschoben, mir einen neuen Schlauch besorgt und abends das Rad wieder flottgemacht. Immerhin war ich abends beim Yoga.

Für Dienstag morgen war ich eigentlich zum Spinning angemeldet. Mir ist dann aber aufgefallen, dass ich einen Terminkonflikt habe und mein Sohn zeitgleich zur Therapie musste. Also fiel das Spinning auch aus. Abends war ich bei einer Freundin, zu der ich immerhin mit dem Rad gefahren bin. Ich verbuche das mal unter Training. 😉

Damit sind wir also beim heutigen Mittwoch und meinem nächsten Versuch eine längere Tour zu unternehmen. Wieder mache ich mich auf den Weg. Vorher habe ich bei der Fahrt zum Zahnarzt schon gemerkt, dass der Herbst nun wohl da ist. Es war recht windig und von den Bäumen fallen langsam die Blätter und überall liegen Kastanien. Das heißt wohl Herbst! Wieviel Herbst heute allerdings schon ist, habe ich deutlich unterschätzt. Als ich los bin, ging es erstmal ca. 4 km bergauf. Das war schon der erste Knaller. Als ich endlich oben war, hatte ich mich darauf gefreut entspannt durchs Feld zu fahren. Pustekuchen! Auf dem offenen Feld fegte der Sturm über mich hinweg und es fühlte sich eigentlich genauso wie bergauffahren. Ich habe echt offen vor mich hingeflucht und den Wind ausgeschimpft. Je weiter ich kam, desto schlimmer war es, also habe ich meine Tour etwas angepasst und bin wieder Richtung Stadt gefahren. Dabei hat es mich allerdings zwei Mal fast vom Rad geweht. Unglaublich! Ich konnte mich kaum halten, also bin ich abgestiegen und habe geschoben. Das ging noch einigermaßen. Etwas Bedenken aufgrund der Äste, die immer mal wieder von den Bäumen wehten, hatte ich natürlich auch. Es ist aber alles gut gegangen und ich bin in Borchen reingefahren. Dort war es tatsächlich etwas besser. Ich habe eine kleine Pause eingelegt und habe das Wetter online gecheckt. Sturmtief „Sebastian“ bescherte mir den Wind. Leider wütet er sowohl heute als auch morgen noch über Deutschland mit teils kräftigen Sturmböen. Die Graphiken im Internet sahen nicht gut aus.

Ich bin als noch nach Wewer und dann zurück nach Paderborn gefahren. Zwischendurch war es wieder etwas ruhiger und ich habe überlegt, doch noch weiter zu fahren. Aber ehrlich gesagt, war mir das dann auch zu riskant. Ich habe echt irre viele Äste überall auf den Wegen gesehen. Meine Motivation einen dieser Äste abzubekommen, hält sich doch sehr in Grenzen.  Also habe ich nach 18 km und 70 Minuten meine Tour für heute beendet. Als ich wieder zu Hause war, habe ich aber auch gemerkt, dass ich nun doch etwas k.o. bin. Die Tour war zwar kurz, aber gar nicht so ohne. Also gab es immerhin etwas Trainingseffekt.

Ich muss auch gestehen, dass so langsam meine Nerven mit mir durchgehen. Dadurch, dass ich die letzten 2 Wochen nicht mehr trainieren kann und mir mit heute auch die letzte Möglichkeit genommen wurde, eine längere Einheit zu trainieren, mache ich mir mittlerweile doch sehr viele Gedanken. Morgen klappt es wegen des Sturms ja immer noch nicht, am Freitag laufe ich einen 10-km-Volkslauf mit. Tja und dann sind es ja tatsächlich nur noch 2 Wochen bis zum Marathon und d.h. keine langen Einheiten mehr sondern das Training runterfahren. Gefühlt habe ich das ja jetzt schon die ganze Zeit gemacht und wie gesagt, ich werde jetzt echt nervös, ob ich ausreichend trainiert habe…. Ich führe mir immer wieder vor Augen, wie viele km in den letzten Monaten zusammen gekommen sind. Seit Anfang Juni bin ich 445,4 km gelaufen und 273 km Rad gefahren. Und in 2017 bin ich gesamt bisher ganze 832 km gelaufen…. Da sollte es wohl möglich sein, in zwei Wochen 42 km zu laufen…. Nunja, das sagt der Verstand. Alles andere dreht regelmäßig durch und macht alle in meiner Umgebung direkt mit nervös…. Ich hoffe, ich beruhige mich vorher noch wieder und bin nicht total aufgedreht, wenn ich in Köln bin.

AAAAAAAHHHHHHH!!!!!!!

Noch 3 Wochen…

Und witzigerweise bin ich heute zu einem Seminar in Köln. Die Spannung steigt! Immens!

Mein Training diese Woche sah dann mit Spinning, Crosstrainer, Yoga und einem kurzen Lauf ganz anders aus. Nach dem Lauf tat mein Zeh schon wieder etwas weh… also werde ich mein Alternativtraining weiter beibehalten und dann aufs Beste hoffen.  😌🙇🏼‍♀️🏃🏼‍♀️💨

Und hier der Videobeweise, dass ich Westenholz war. 😂https://www.facebook.com/hochstiftcup/videos/831568637017578/. Es ist etwas seltsam, sich selber beim Laufen zu sehen.