Frühlingslauf

Das wunderschöne Wetter heute habe ich natürlich für eine Laufrunde genutzt. Eine gaaaanz entspannte, da ich krankheitsmäßig noch ein bisschen angeschlagen bin. Heute bin ich durchs Benhauser Feld. Bjarnes Schule ist in der Nähe, so dass ich das Auto dort abgestellt und dem entsetzten Sohn mitgeteilt habe, dass ich erst noch laufen gehe. Er wollte noch nicht nach Hause und hatte schon schlechte Laune als er mich sah… 😅 Kaum ausgesprochen, flitzte er weg. Schön, dass es ihm dort so gut gefällt. Ich bin knapp 8 km in 60 Minuten gelaufen – mit wunderbaren Blicken über das Paderborner Land. 




Zum Schluss hatte ich noch den Blick auf die Windräder. Wir haben hier diverse große Windparks, wo man quasi zuschauen kann, wie ständig neue Windräder errichtet werden. 


Ich bin bekennender Umweltschützer und wir beziehen unseren Strom von einem Naturstromhändler, so dass wir den Bau dieser Anlagen fördern. Atom- und Kohlekraftwerke sind keine echte Alternative. Trotzdem kommen schon Zweifel auf, wenn man die Verschandelung der Umwelt durch die Räder sieht. Ich hatte mit Bjarne auch darüber gesprochen und wir haben beschlossen, dass es doch am besten ist, wenn man Strom einspart und haben uns weiter überlegt, dass wir mal einen „stromlosen“ Tag machen wollen. Also einen ganzen Tag lang zu Hause sämtliche elektrischen Geräte nicht benutzen. Wir haben bereits eine laaange Liste gemacht. Das wird eine Herausforderung und wir werden berichten. 👍🏻

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Anmeldungen für die ersten Läufe in 2017: Check

Statt Tatort heute (mir war nicht nach „Vorstadtidylle“ aus Köln) habe ich die Anmeldungen für meine nächsten Läufe erledigt. Damit ist der April und Mai gesichert. 😉 Es sind alles Läufe, die für die Wertung beim Hochstift-Cup gelten. Ich habe mich für die 100km-Serie angemeldet, d.h. ich laufe bei den Läufen in diesem Jahr in Summe mindestens 100 km, davon sind 2 Läufe je 5 km, 2 je 10 km und 2 je 20 km. Den Rest kann ich selber so verteilen, dass ich auf mindestens 100 km komme.

Folgende Läufe stehen auf der Agenda:

01. April: 5 und 10 km beim Leiberger Volkslauf: Die Startzeiten sind so, dass ich an beiden Läufen teilnehmen kann und damit direkt zwei Wertungen für den Hochstift-Cup habe und außerdem in Summe einen langen Lauf.
17. April: 13 km beim Köterberglauf: Dieser Lauf hat ein recht beachtliches Höhenprofil. Ich bin gespannt, wie sich der Lauf anfühlen wird. Ich muss sagen, dass das Streckenprofil mich davon abgehalten hat, mich bei den 24 km anzumelden….
06. Mai: 10 km HAPPE Run’n’Roll-Lauf in Delbrück: Bei der Anmeldung habe ich Startnummer 21 erhalten. Aktuell sind 6 Teilnehmer für die 10 km gemeldet. Ich war ganz überrascht, da ich gedacht hatte, dass das ein recht großer Lauf ist. Zumindest wirkt die Aufmachung der Seite so. Ich lasse mich überraschen. Vielleicht war ich ja nur etwas übereifrig und die Massen melden sich direkt vor Ort an.
12. Mai: 10 km Residenzlauf in Schloss Neuhaus: Mein absoluter Lieblingslauf. Ich laufe ihn dieses Jahr zum 3. Mal. Es ist ein wunderbar flacher Kurs durch richtig schönes Gelände rund um den Lippesee mit einer wunderbaren Atmosphäre. Richtig schön.
26. Mai: Halbmarathon beim Bentfelder Abendlauf: Das wird mein erster Halbmarathon-Wettbewerb in diesem Jahr. Das Streckenprofil verspricht einen schön flachen,  klassischen Straßenlauf. Die perfekte Gelegenheit die aktuelle Halbmarathon-Zeit herauszufinden. Cool. Ich freue mich drauf.

Beim Osterlauf werde ich dieses Jahr nicht dabei sein, da wir Konzertkarten haben. Falls also jemand meinen Startplatz für den Halbmarathon haben möchte, bitte melden…

Dienstags ist Mutter-Kind-„Turnen“

Und damit meine ich kein Sportevent mit einem meiner Söhne. Nein. Meine Mutter hat mit 67 Jahren zum Laufen gefunden. Seltsam, wenn ich das Alter so schreibe. Sie kommt mir überhaupt nicht alt vor… Auf jeden Fall läuft sie bereits seit mehreren Wochen öfters in der Woche eine kleine Runde. Ich war ganz begeistert und habe sie gefragt, ob ich mal mitkommen dürfte. Ich würde auch langsam laufen. Und daraus ist jetzt schon eine schöne Tradition geworden. Dienstags laufe ich morgens die etwas über 2 km zu ihr. Dann drehen wir ihre 2,2 km in gemächlichem Tempo. Aber sie läuft komplett durch und hat auch richtig Spaß daran. Hut ab! Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken laufe ich wieder zurück und komme so auf eine schöne Laufrunde von 6,5 km. 

Heute sind es übrigens noch 192 Tage bis zu meinem ersten Marathon und ich habe eine richtig tolle Lektüre gefunden: 

Von den Externsteinen zum Hermann

Heute haben wir (Philipp, Bjarne und ich) das wundervolle Wetter für einen Ausflug zu den Externsteinen genutzt. Ich mag diesen Ort – er hat so etwas magisch-mystisches. Es sieht großartig aus, wie sich die Steine über den kleinen See erheben. Wir sind erst unten herumgeschlendert und haben entdeckt, dass es sich im Felsengrab Jemand bequem gemacht hatte: Da lag ein Mann komplett still – meditierend? Ein paar Kinder sprachen ihn an, weil sie auch mal dort hineinwollten. Er hat keinen Mucks von sich gegeben. Er sah aber ansonsten recht lebendig aus. Somit haben wir ihn in Ruhe gelassen. Stattdessen sind wir auf die begehbaren Teile der Externsteine gestiegen. Bei dem schönen Wetter hatten wir auch wunderbare Aussichten über den Teutoburger Wald.

Anschließend sind wir noch oberhalb der Externsteine im Wald herumgelaufen und haben ein kleines Picknick eingenommen. Danach habe ich mich verabschiedet und mich laufend auf den Hermannsweg begeben. Dieser erwartete mich auch direkt mit der ersten Steigung, so dass mein Laufschritt direkt in einen schnellen Wanderschritt wandelte. Trotz allem Trainings: Bergauf laufen ist immer noch nicht so mein Ding. Ich habe mir keinen Stress gemacht und bin sämtliche steilen Passagen schnell gegangen. Die wenigen Bergabpassagen kosteten meine ganze Aufmerksamkeit, da die Wege recht steinig sind. Zwischendurch gab es einfach nur herrliche Strecken durch den Teutoburger Wald. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde. Ab und an trifft man ein paar Wanderer, ansonsten ist der Weg angenehm ruhig. Im Örtchen Berlebeck geht es vorbei an der Adlerwarte (natürlich bergauf!) und anschließend weiter durch den Wald. Der Rest des Weges führt direkt an der Hauptstraße steil bergauf zum Hermann, den ich nach knapp 10 km und 1:20 Stunde sehr zufrieden erreiche.


Ich hatte die ganze Zeit darauf gewartet, dass man den Hermann bereits früher sehen kann. Das ist tatsächlich erst, wenn man schon fast da ist. Erst dann erhebt er sich stolz mit seinen 26,5 m Höhe zwischen den Bäumen hervor.


Bevor wir heute losgefahren sind, hatte ich noch einen interessanten Artikel über den Erbauer des Hermanns gelesen: Ernst von Bandel. Er hat 37 Jahre seines Lebens damit verbracht, diese Statue zu bauen. Er hat sein ganzes Geld hineingesteckt und seine Gesundheit eingebüßt (er war am Ende fast blind und schwach). Die letzten Jahre hat er in einer kleinen Hütte direkt am Hermann gewohnt. Die Hütte ist jetzt ein kleines Museum. Trotz aller Widrigkeiten hat er es am Ende geschafft und sein Lebenswerk vollendet. Er starb ein Jahr nach der Eröffnung. Ich bin immer wieder von Künstlern fasziniert, die sich ihrer Kunst so verschreiben und völlig darin aufgehen. Und schön, dass dieses Denkmal auch nach 130 Jahren noch stolz aufgerichtet auf der Grotenburg trohnt.

Ganz schön nass heute…

Meine Motivation heute laufen zu gehen, hielt sich etwas in Grenzen. Ich habe noch Muskelkater vom Yoga gestern und so richtig Lust hatte ich auch nicht.
Nach kurzer Diskussion mit meinem inneren Schweinehund, haben wir uns dann doch gemeinschaftlich auf den Weg gemacht. Nach der Hälfte der Strecke fing es an zu regnen. Hui. Ich bin echt ganz schön nass geworden. Am Ende bin ich doch auf fast 12 km gekommen und war sehr zufrieden damit. Und die warme Dusche danach war heute doppelt so schön.

Beim Laufen selber stört es mich nicht so sehr, wenn es regnet. Die Sicht ist durch die Brille nur schlechter. 🤓 Als ich allerdings danach mit dem Rad quer durch Paderborn bin, bin ich nochmal richtig nass geworden. Und das hat mich echt gestört und habe vor mich hingeschimpft. Ein Hoch auf einen Trockner. 🤣

26 km von Ehringhausen nach Hause

Heute habe ich mir einen längeren Lauf vorgenommen. Außerdem wollte ich endlich mal meinen neuen Trinkrucksack austesten. Ich habe mir vor ein paar Wochen diesen hier gegönnt. Ja – es ist das Herrenmodell. Das Damenmodell war mir zuuu pink und auch zu klein. So ist das halt, wenn man so groß wie der Durchschnittsmann ist. 😉 Der Rucksack stellte mich zu Hause zunächst vor gewisse Herausforderungen. Es dauerte eine Weile bis ich die Einstellungen hatte, die perfekt passte und mich nicht störte. Als dann alles so weit war und auch die Trinkblase mit Wasser gefüllt und korrekt eingehängt war, kam nix raus. Ich habe am Verschluss hin und her geschraubt und habe es nicht verstanden. Auch das Internet wollte mir nicht so richtig weiterhelfen. Ich sah mich schon ohne Rucksack laufen, doch dann hatte ich die Eingebung auf den Verschluss zu beißen. Aaaaah! Das war die Lösung und nachdem die Luft aus dem Schlauch war, konnte ich ganz problemlos trinken. Hervorragend!

So bin ich zum Paderborner Hauptbahnhof gelaufen, um mich dort in den Zug zu setzen, der mich 16 Minuten später in Ehringhausen in der Nähe von Lippstadt wieder ausspuckte. Wie schnell das geht.



Dort habe ich mich auf den Weg gemacht und bin guten Mutes die ersten Kilometer gelaufen. Seltsamerweise merkte ich bereits nach 3 km, dass ich heute gar nicht mal so fit bin und nach 4 km bin ich gegangen. Mmmmh…. Und nun? Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt im nahen Geseke mich direkt wieder in den Zug zu setzen und den geplanten Lauf Lauf sein zu lassen. Och nö. Der ganze Aufwand umsonst? Also bin ich ein Stück gegangen und habe mir einen der Riegel gegönnt und natürlich Wasser getrunken. Toll! So einfach und keine nervige Flasche mehr in der Hand!! Das war sonst meine Lösung bei langen Läufen. Sehr störend. Ich merkte wie meine Energie zurückkam und ich weiter laufen konnte. Hurra!


Mein Weg führte mich über Salzkotten. Also habe ich mir als Zwischenziel ein Café in Salzkotten ausgeguckt, um dann zu entscheiden, ob ich die letzten 10 km laufend oder mit dem Zug zurücklege. Mit diesen Aussichten lief es sich gleich viel besser und ich bin doch noch sehr gut reingekommen. Ich konnte den Lauf sehr genießen. Heute habe ich mir ja plattes Land gegönnt. 🙂 Ich habe es auch ruhig angehen lassen – zumal mein Puls von teilweise jenseits der 150 Schläge/Minute (absolutes Maximum bei langen Läufen) mich zum Langsamlaufen verdonnerte.


In Salzkotten angekommen, bin ich zum Bäcker rein und habe mich bei Kaffee und Brötchen entspannt. Der Verkäufer hat mich auch nur ein bisschen seltsam angeguckt. 😉 So gestärkt, habe ich den Zuggedanken verworfen und mich auf die letzten 10 km aufgemacht.


Mit ein paar Gehpassagen zwischendurch habe ich schließlich Paderborn nach 26,31 km und 3:18 Stunden erreicht. Wie schön!! Interessanterweise war ich gar nicht so kaputt, wie ich es auf dem Weg vermutet hatte. Ich habe mich auch zügig wieder erholt und konnte abends problemlos mit dem Radl in die City fahren. Auch am nächsten Tag hatte ich nur leichten Muskelkater. Schon seltsam manchmal. Und wieder ein Mal festgestellt, wie schön es doch ist, wenn man den inneren Schweinehund überwindet und einfach weiterläuft. Wunderbar!

Rheinblicke

Da ich heute den Tag in Bonn bin, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin am Rhein entlang gelaufen. Als ich früher häufiger beruflich in Köln war, bin ich auch immer gerne am Rhein laufen gewesen. Das Schöne daran ist, dass man stets einen Blick aufs Wasser hat und man trifft viele Gleichgesinnte. Heute kam mir auch ein Langstreckenläufer entgegen. Ich habe ihn nicht gefragt – nach seinem Aussehen (drahtig und locker unterwegs, Getränkerucksack auf dem Rücken) bin ich mir recht sicher. Ziemlich cool. 
Die Strecke am Rhein entlang bietet sich auch sehr an für einen langen Lauf. Landschaftlich sehr reizvoll und schöne gerade Strecke. Cool. 

Ich habe mich heute mit 8,6 km (in 51:47 Minuten) zufrieden gegeben. Da ich ja nicht so der Nüchternläufer bin, bin ich quasi direkt nach dem Frühstück losgelaufen und habe erneut festgestellt, dass das gar kein Problem für mich ist. Ich fühlte mich weder zu vollgestopft vom Essen noch hatte ich Probleme mit Seitenstiche. Eine sehr gute Erkenntnis.