Ich habe die Sonne gesehen!

Hurra!! Es riecht nach Frühling!! Wie schön. Das schöne Wetter hat mich direkt motiviert mal einen schnellen Lauf hinzulegen: 10 km an den Fischteichen in 54:28 Minuten. Da bin ich mehr als zufrieden mit und es hat richtig Spaß gemacht mal wieder schnell zu laufen. Jetzt bin ich k.o. Es hat sich also gelohnt. 😉

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Der Plan

Der grobe Plan für die Marathonvorbereitung steht!

Im Februar und März werde ich nach Lust und Laune laufen und viel zum Yoga gehen. Außerdem bin ich diese Woche wieder mit dem Kettlebell-Training gestartet. Ich mag besonders diese Übungseinheit: Amy. In 10 Minuten hat man seinen Körper ein Mal durchtrainiert und die gute Amy ist noch so herrlich amerikanisch-motivierend. Schön.

Ab April startet dann quasi meine „Wettkampfzeit“. Im April, Mai und Juni wollte ich an diversen Straßenläufen teilnehmen. Aus diesem Grund habe ich mich dieses Jahr an der 100km-Serie beim Hochstift-Cup angemeldet: Hochstift-Cup. Bei der Laufserie muss man insgesamt 100 km laufen und es müssen mindestens 2 Läufe mit je 5 km, 2 mit 10 km und 2 mit 20 km enthalten sein. Ich finde das sehr lustig und motivierend. Die Läufe passen prima in meinen Trainingsplan und sie sind alle in der Nähe. So erspare ich mir weiter Anreisen. Die größte Herausforderung sind die 5-km-Läufe. 😉 Einfach aus dem Grund, dass ich finde, dass es sich kaum lohnt für einen so kurzen Lauf erst irgendwohin zu fahren. Ich habe dann entdeckt, dass man zum Beispiel in Leiberg erst den 5-km-Lauf machen kann (um 13.30 Uhr) und anschließend den 10-km-Lauf hinterher (14.15 Uhr). Sehr gut. Damit habe ich eine tolle Trainingseinheit, eine echte Herausforderung, wie man beide Läufe angeht und gleich zwei Läufe erledigt. Klingt sehr gut.


Ende Juni werde ich einen Lauf mitmachen, auf dessen Grundlage ich entscheiden werde, in welcher Zeit mein Marathon-Debüt realistisch ist. Und davon wiederum mache ich meinen Trainingsplan der 12 Wochen vor dem Marathon-Lauf abhängig. Es gibt ja Pläne für alle möglichen Zielzeiten: 4:30 h, 4:15 h, 3:59 h. Jetzt gibt es vermutlich an der ein oder anderen Stelle einen Aufschrei, dass es beim Debüt doch lediglich ums Ankommen geht. Das ist mir auch klar und steht auch an oberster Stelle. Ich möchte dennoch vermeiden, dass ich nach dem Lauf das Gefühl habe, dass doch noch mehr drin gewesen wäre. Diese Frage stellt sich vermutlich jeder Läufer nach dem Wettkampf. 😉 Also werde ich Ende Juni entscheiden, welche Zielzeit realistisch ist.

Nach aktuellen Berechnungen (ausgehend von meinen letzten Wettkämpfen) liegt meine realistische Zielzeit fürs Debüt bei etwa 4:20 Stunden. Wenn es so bleibt, wäre ich schon hochgradig zufrieden. 🙂 Ich habe ja noch 226 Tage Zeit fürs Training. An erster Stelle steht dabei, längere Läufe zu schaffen. Meinen längsten Lauf in der Vorbereitung plane ich mit 36 km – 4 Mal um die Aabach-Talsperre. Wenn ich den gut schaffe, schaffe ich auch die letzten 6,195 km mehr in Köln.

Ab Mitte Juli startet das 12-Wochen-Programm. Hierfür werde ich als Grundlage meine Lieblingspläne von Runnersworld nutzen: Trainingsplan. Ich werde die Tage der Vorbereitungs-Wettkämpfe etwas verschieben und ein paar kleinere Anpassungen vornehmen. Und natürlich Yoga- und Krafttraining integrieren. Wie gesagt: den konkreten Plan arbeite ich Anfang Juli aus.

Ich habe mir die Strecke vom Marathon bereits ausgedruckt und in mein Tagebuch geklebt. So ist sie jetzt schon ein steter Begleiter. 42 km ist schon echt lang…. Ich habe Respekt davor und ich freue mich total. Ich kann das gar nicht anders beschreiben. Ich habe neulich wieder in meinem Laufbuch gelesen und schon beim Lesen darüber wie der Start und der Marathon an sich angegangen werden sollte, bekomme ich eine Gänsehaut. Das wird wirklich ein Wahnsinns-Erlebnis.

Hart erkämpfte 14,44 km

Anders kann ich es nicht benennen. Manche Läufe – auch längere – sind total einfach. Manche sind richtig hart erkämpft. Heute war ein solcher. Ich bin zu Hause losgelaufen und hatte mir eine größere Strecke so grob im Kopf zusammengestellt. Ich hatte keine fest km-Zahl im Kopf sondern lediglich die grobe Richtung. Ich bin erst an der Straße und durchs Industriegebiet Richtung Borchen gelaufen. Die ersten 5-6 km liefen auch problemlos. In Borchen bin ich auf dem Radweg Richtung Schloss Hamborn weitergelaufen. Ich finde es generell recht praktisch auf Radwegen zu laufen. Diese haben ganz gute Entfernungen für längere Läufe, sie führen durch die verschiedenen Vegetationen und Straßenbeschaffenheiten, ich kann ablesen, wie viel km es zu bestimmten Punkten noch sind und vor allem muss ich nicht ständig auf dem Handy nachgucken, wo ich langlaufen muss. Das nervt nämlich und unterbricht jedes Mal den Lauffluss.

Ab Borchen fing dann der Kampf an. Ich hatte ein Teilstück bergauf, dass ich recht schnell gegangen bin, weil laufen irgendwie nicht ging. Und ab da ging das eine ganze Weile so. Immer mal wieder gegangen, dann wieder gelaufen. Dann ging es bergauf, durch den Matsch eines Feldes, über Feldwege, wo der kalte Wind ordentlich zog, dann wieder an einer Straße lang, wo ich bei jedem Auto auf dem matschigen Seitenstreifen weiterlaufen musste. Ich hatte irgendwann so viel Matsch unterm Schuh, dass ich auf der Straße quasi auch im Matsch lief. Und es war einfach saukalt. Ich hatte zwar genug Sachen an. Die Kälte machte mir trotzdem zu schaffen. Ich habe es zwischendurch wirklich, wirklich verflucht und habe sogar darüber nachgedacht, Philipp anzurufen, dass er mich abholt. Ich kann auch gar nicht so richtig sagen, was das Problem war. Vermutlich waren es mehrere Dinge: das Wetter, ich selber evtl. nicht richtig fit, der Weg. Keine Ahnung. Ich bin tapfer weitergelaufen und habe mich immer wieder selber motiviert.

Zwischendurch habe ich auch an eine Ultraläuferin gedacht (Suprabha). Ich hatte neulich einen Bericht darüber geguckt, wie sie den längsten Lauf der Welt mitgemacht hat. Schlappe 3.100 Meilen also 4.989 km lang!! Völlig gestört und gleichzeitig total faszinierend. Wen es interessiert, kann hier mal schauen: Video Suprabha

Dagegen sind meine kleinen Laufproblemchen ja nun wirklich nix. Ok. Also weiterlaufen. Irgendwann kam ich auch endlich, endlich zum Monte Scherbelino und ab da ging es schön bergab. Hurra! Das hat prima funktioniert und so konnte ich die letzten km doch noch gut hinter mich bringen. Als ich zu Hause war, zeigt meine App: 14,44 km in 1:42:42. Immerhin eine lustige Zahl und rechnerisch ein Drittel eines Marathons (verdammte sch**** – beim Marathon laufe ich diese Strecke 3 Mal!!!! – da wird mir wieder vor Augen geführt, wie lang so ein Marathon doch ist….). Und der Lauf hat garantiert meine mentale Stärke geschult. Ich bin ihn schließlich zuende gelaufen.

Im Nachgang habe ich auch gesehen, dass mein Puls ziemliche Kapriolen geschlagen hat. Das hat mich doch gewundert. Ich hatte während des Laufes den Eindruck, dass der eigentlich ganz ok gewesen wäre. Geguckt hatte ich nicht. Ich war aber doch oft bei 160 Schlägen pro Minute. Das ist für mich in einem Wettkampf oder in einer härteren Trainingseinheit völlig in Ordnung – für einen ruhigen Trainingslauf, wie dieser sein sollte, nicht. Das dürfte zumindest eine Teilerklärung sein. Und die Kälte hat dann ihr übriges getan. Nunja – wie gesagt: Mentale Stärke!

Lachen fürs Foto ging irgendwie – war mehr Galgenhumor…
 

Baum fällt…

Heute hatte ich mir eine längere Strecke im Haxtergrund vorgenommen. Ich bin bereits vor einiger Zeit den Alten Pilgerweg gelaufen. Komplett beträgt der Weg knapp 21 km und die hatte ich heute ungefähr geplant. Etwas frisch – ansonsten wunderbares Läuferwetter. Naja – ich finde es ist ja immer Läuferwetter. 😉

Heute begleiteten mich diverse Holzfällerarbeiten und so hörte ich an verschiedenen Stellen das Kreischen der Sägen und anschließend das Krachen vom Baum. Als ich etwas über die Hälfte geschafft hatte, versperrte mir ein rotes Flatterband den Weg: „Gesperrt wegen Holzarbeiten“… Mmh, also umdisponiert und einen direkteren Weg zurückgenommen. Ich war gar nicht so böse drum. Mir war mittlerweile auch ziemlich kalt. Seltsamerweise friere ich beim Laufen schnell an den Beinen – insbesondere Oberschenkel. So auch heute. Ich hatte eine Gehpause eingelegt, um ein bisschen zu trinken. Dadurch sind meine Hände (trotz Handschuhe) richtig kalt geworden. Ich war also froh, dass ich schon nach 18 km den Parkplatz mit dem rettendem Auto erreicht hatte. Ich bin zufrieden mit der heutigen Runde!

Ich werde mich in der nächsten Zeit mal mit meinem Marathon-Vorbereitungsplan beschäftigen. Mal sehen. Bis dahin laufe ich so, wie es mir in den Sinn kommt.