Heute ein Stück Hermann

Heute bin ich ein Stückchen vom Hermannsweg gelaufen. Zugegeben ein winziges Stückchen, des insgesamt 156 km langen Höhenwanderweg. Geplant hatte ich vom „Donorper Teich“ zum Hermannsdenkmal zu laufen und zurück zu laufen. Eine Strecke sind 4,8 km – also insgesamt knapp 10 km. Ein prima Vorhaben. Vergessen bei meiner Planung habe ich allerdings, dass es um kurz nach 17 Uhr dunkel wird und das im Wald auch recht schnell. Zumal es ja heute recht nebelig und diesig war. Ich bin also ein wunderschönes Teilstück durch den Wald gelaufen. Zum Hermann hin ging es immer mehr bergauf und am Ende recht steil und mit Schnee. Als ich noch knapp 1 km vor mir hatte, habe ich mit Blick auf die Uhr (16.40 Uhr) doch schon den Rückweg angetreten. So konnte ich – nachdem ich die Schneestellen hinter mir gelassen hatte – ganz entspannt bergab zurück zum Auto laufen. Zeit für ein paar Fotos blieben damit auch noch. Die perfekte Nachmittagsbeschäftigung gegen trübes Wetter. Hier bin ich definitiv nicht das letzte Mal gelaufen.

Mystik am Donorper Teich
Halbzeit im Schnee
Zeit zur Umkehr!
Einsam

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Lustlos laufen…

Kaum zu glauben. Ja, das passiert bei mir auch!

Ich hatte mir diese Woche vorgenommen, morgens vor dem Frühstück zu laufen. Ab und zu mache ich das mal, weil es vom Energielevel doch eine ganz andere Geschichte ist. Ob ein Nüchternlauf nun gut oder schlecht fürs Training ist, wird viel diskutiert. Ich finde es immer mal wieder spannend, es auszutesten. Heute war ich allerdings nicht so richtig in Experementierlaune und habe vorab eine Banane gegessen. Die vertrage ich mittlerweile auch kurz vor dem Laufen problemlos. Bei Sonnenaufgang um kurz vor 8 gibg es also los. Den Hinweg von etwas über 3 km habe ich mich ganz schön gequält. Dabei war die Strecke nicht sonderlich anspruchsvoll. Zu meiner „Verteidigung“ sollte ich wohl erwähnen, dass ich am Sonntag im Yogastudio 108 Sonnengrüße gemacht habe. Wähnte ich mich Sonntag Abend noch im Trugschluss, dass mir die nichts ausgemacht hätten, wurde ich heute eines besseren belehrt. Mein Beine fühlten sich echt schwer und steif an. Muskelkater halt…. Und dann wollte es mit der Atmung heute auch nicht so recht klappen. Ich liebe es eigentlich total die kalte Winterluft ruhig einzuatmen und zu genießen.  Heute war nix zu genießen. Immerhin lief es auf dem Rückweg ein kleines bisschen besser. Vemutlich waren die Muskeln etwas wärmer. Und so habe ich es heute auf 6,75 km in 50 Minuten gebracht. Ein morgendlicher Lahme-Enten-Lauf mit einer Pace von 7:26 Minuten/km. Das ist egal, viel wichtiger ist, dass ich los war und die Erkenntnis mitgenommen habe, dass ich ab sofort öfters mal zu der Zeit bzw. am Vormittag laufen sollte – schließlich ist der Startschuss in Köln um 10 Uhr. Dann allerdings definitiv mit einem frühen Frühstück vorab. Bin ja nicht lebensmüde… 

Artikel zum Nüchternlauf

Ein herrlicher Winterlauf

Bei dem wunderschönen klaren und sonnigen Winterwetter wie heute zieht es mich magisch nach draußen und ganz besonders gerne zum Haxtergrund. Ein wunderbares Waldstück in der Nähe von Paderborn.

Das Laufen stellte allerdings heute eine besondere Herausforderung dar, weil es stellenweise richtig vereist und damit richtig glatt war. Das hatte ich auf den ersten Metern, an denen ich fast ausgerutscht war, auch komplett verstanden und bin entsprechend achtsam gelaufen. So achtet man wirklich auf jeden einzelnen Schritt, den man setzt und hat keine Gelegnheit mehr, sich über andere Dinge den Kopf zu zerbrechen. Trotz der Anstrengung also auch sehr erholsam.

Ich bin heute 10,89 km in 1:18 Stunde gelaufen. Also ein ganz entspannter Lauf. Dummerweise hatte ich meine Handschuhe und meine Mütze vergessen, so dass es am Ende doch wirklich empfindlich kalt wurde. Ein Hoch auf die Autoheizung und die spätere Sauna.

Zum ersten Mal 32 km

Nach den ruhigeren Laufmonaten im September und Oktober hatte es mich zum Ende des Jahres 2016 wieder etwas mehr gepackt und das sah wie folgt aus:

November 2016: 60 km, inklusive dem Martins-Lauf in Paderborn: Ein wunderschön beleuchteter Abendlauf, der richtig viel Spaß gemacht hat. Ich habe auch direkt eine neue persönliche Bestzeit hingelegt. Allerdings hatten wir alle den Verdacht, dass die Strecke nicht genau 10 km betrug, weil doch einige sehr schnell unterwegs waren. Egal. Spaß gemacht hat es in jedem Fall und schneller als sonst war ich definitiv unterwegs.
Dezember 2016: 81 km, davon zwei längere Läufe: Anfang Dezember bin ich 22 km den Alten Pilgerweg im Haxtergrund gelaufen und Ende Dezember ging es drei Runden um die Talsperre (=28 km). Beides waren richtig schöne Läufe.

Das neue Jahr begann – natürlich – auch direkt wieder mit einem Lauf. Der 3. Spendenmarathon der Paderpiraten stand auf dem Programm: Ich hatte mir das erste Mal 30 km vorgenommen und war gespannt, wie sich das anfühlen wird. Bjarne hat mich insgesamt 4 km begleitet (er ist die 1. und die letzte Runde mitgelaufen) und Philipp hat sich über 18 km wacker geschlagen. Außerdem hatte ich zwischendurch Gelegenheit mit Henry (dem Ultraläufer) zu laufen und so konnte ich ihm Löcher in den Bauch fragen. Vor allem, wann denn der „Mann mit dem Hammer“ kommt und wie es sich überhaupt anfühlt, einen langen Lauf zu machen und und und. Er hat mir von seinem 1. Marathon berichtet und dass er tatsächlich den berühmten Einbruch nach 30 km hatte – es war der Klassiker: zu schnell losgelaufen… Während unseres Gesprächs fragte er mich dann, wann ich den meinen ersten Marathon laufen würde bzw. wann ich denn 40 werden würde. Als wir uns damals beim Salzkotten-Marathon kennen gelernt haben, hatte ich auf die gleiche Frage locker und ohne weiter nachzudenken geantwortet: „Meinen Marathon laufe ich mit 40 – das ist in 2 Jahren und klingt realistisch“. Damit hatte er mich… Mein 40. Geburtstag ist dieses Jahr im Juni… Mmh, danach war erstmal schweigen angesagt und ich musste darüber nachdenken. Damit war die Idee nochmal genauer in meinem Kopf. Mit ein paar weiteren Tipps zum Marathontraining (Haupttipp: Locker bleiben! Ich schaffe das!) haben wir uns verabschiedet. Und statt der 30 km bin ich an diesem Tag sogar 32 km gelaufen. Es fühlte sich einfach gut an und auch den Rest des Tages blieb dieses gute Gefühl. Der Lauf hat wieder unglaublich viel Spaß gemacht.

5 Tage nach dem Spendenlauf habe ich mich beim Köln-Marathon angemeldet. Das große Abenteuer kann beginnen.

Marathon ist kein leichter Sonntagsspaziergang, aber mit Geduld und Fleiß ist dieses Ziel nicht unerreichbar. Marathon bedeutet eine ganzheitliche Reise, einen langen Lauf zu sich selbst. Ihn zu schaffen, ist mehr als eine anspruchsvolle Aufgabe, es ist eine gigantische Herausforderung, ein Gipfelsturm und bestimmt ein Höhepunkt im Leben. [Herbert Steffny – Profiläufer und Autor meiner Laufbibel]

Ich bin gespannt!