Sommer und Herbst 2016 – Clean Eating, HIIT und Laufen

Nach dem Salzkotten-Marathon habe ich mein Trainingsprogramm wieder etwas runtergeschraubt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich im Training teilweise echt schon verbissen war. Ich habe total viel auf meinen Puls geachtet, auf dieZeiten geachtet und dass ich auf jeden Fall meinen Trainingsplan einhalte. Ich habe es nicht übertrieben, da ich mich zu jeder Zeit wohl fühlte  damit.  Dennoch ist mir im Nachhinein aufgefallen, dass ich schon recht streng mit mir war. Eins meiner Lieblingslieder in dieser Zeit war „Eisenmann“ von Unheilig. Den Song nenne ich auch gerne „Eisenfrau“. 😅 Ich denke, das sagt schon alles…

Ich singe die Lieder während des Laufens übrigens zum Teil mit. Wenn ihr mich also vor mich hinbrabbelnd laufen seht: es ist alles in Ordnung!! 😅

Nach dem Lauf habe ich total locker gelassen. Ich habe mich auch wieder auf andere Sportthemen gestürzt (natürlich wieder mehr Yoga) und u.a. das HIIT für mich entdeckt. HIIT ist High Intensive Intervall Training: HIIT. Ich habe es erst eine ganze Zeitlang abends zu Hause auf dem Trampolin gemacht und bin ab Herbst zum Crossfitness/HIIT-Training ins Yogastudio gefahren: Yoga&Fitness. Wirklich sehr empfehlenswert! Man powert sich eine halbe Stunde richtig aus und denkt eigentlich schon nach der 2. Übung, das nix mehr gut. Tut es aber dann doch! Wirklich erstaunlich.

Im gleichen Zeitraum habe ich langsam angefangen, meine Ernährung umzustellen. Als Vegetarier esse ich ja eh schon sehr viel Obst und Gemüse. Ich bin dann aber auf sehr interessantes Buch gestoßen: Eat Love Train (Link ist schon weiter oben beim HIIT). Das Ernährungskonzept ist Clean Eating. Die größte Umstellung war der Verzicht auf raffinierten Zucker und Weißmehlprodukten. Dank der tollen Rezepte und alternativen Süßungsmethoden (Honig, Dattelsirup, Agavendicksaft und Co.) fiel mir die Umstellung vergleichsweise leicht. Ich weiß, dass es zu den genannten Süßungsmitteln auch abweichende Meinungen gibt. Ich fühle mich mit dem Konzept sehr wohl und es passt für mich. Ich kann es teilweise heute noch nicht glauben, dass ich mittlerweile nahezu keine klassischen Süßigkeiten mehr esse. Ich war früher nahezu zuckersüchtig. Ich liebte Toffifees, Dominosteine, Lakritz und eigentlich nahezu alles, was die Süßigkeitenindustrie so hergab. Aus meiner Sicht habe ich aus verschiedenen Gründen geschafft:

  1. Anfangs war es nur ein kleines Experiment mit mir selber. Wie viele Tage schaffe ich es auf Zucker zu verzichten. Und ich habe jeden Tag, der – in meinen Augen – zuckerreduziert war, gefeiert.
  2. Ich musste es nicht machen. Ich habe keinerlei Krankheiten, Unverträglichkeiten und keine Probleme mit meinem Gewicht. Das entspannt natürlich.
  3. Ich bin nicht streng mit mir. Gleiches gilt übrigens für Fleisch: Wenn ich mal Bock darauf habe, Fleisch oder Schokolade zu essen, mache ich es einfach und genieße es dann auch richtig. Das passt dann einfach. Oft ist es aber so, dass ich am Ende doch einen Rückzieher mache und es nicht esse. 😉

Und beeindruckt bin ich von den Wirkungen. Ich fühle mich seitdem viel fitter und irgendwie befreiter. Der Körper bekommt viele natürliche Lebensmittel und scheint damit sehr zufrieden zu sein. Und der angenehmste Effekt ist, dass ich keine Heißhungerattacken und Unterzuckerungen habe. Ich fühle mich viel unabhängiger vom Essen. Früher rauschte mein Blutzucker schon mal echt ab und ich fühlte mich wie in der Snickers-Werbung. Mein Mann hatte dann auch seine liebe Not mit mir, um schnellstmöglich Essen in die Frau einzufüllen. Das kenne ich jetzt nicht mehr. Richtig aufgefallen ist es mir auf Korfu, wo ich eine Woche zum Yoga war. Es gab Frühstück und Abendessen. Teilweise habe ich zwischendurch gar nichts gegessen oder einfach nur ein paar Snacks – dann mit Vorliebe Nüsse. Und ich hatte unfassbar viel Energie. Wirklich erstaunlich.

Ich habe auch eine weitere Trainingskomponente mit rein genommen: Trailrun. Ein großer Spaß, den ich mit Vorliebe im Haxtergrund austobe. Ich laufe kreuz und quer durch den Wald, direkt durch den Matsch, bergauf und bergab. Ein echtes Vergnügen und eine tolle Abwechselung zu den langen Läufen.

Mein Trainingsumfang im Sommer/Frühherbst sah wie folgt aus:

  • Juni 2016 (inkl. Halbmarathon): 84 km
  • Juli 2016: 55 km, davon zwei längere Läufe mit 13 und 16 km
  • August 2016: 73 km, davon 1 langer Lauf von 20,5 km
  • September 2016: 13 km. Ja, tatsächlich. Ich bin ein Monat lang nahezu gar nicht gelaufen. Das war die HIIT-Entdeckung und das Yoga-Camp. Auf Korfu bin ich eine längere Strecke gewandert. Gelaufen bin ich gar nicht. Und auch nach Korfu blieb mein Schwerpunkt beim Yoga.
  • Oktober 2016: 33 km, kein langer Lauf
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