Die weiteren Läufe und der Halbmarathon beim Osterlauf 2016

Nach dem ersten Halbmarathon in Salzkotten habe ich mein Laufpensum etwas heruntergeschraubt. Ich habe wieder mehr Yoga gemacht und bin immer mal wieder laufen gewesen. Ich war etwas unschlüssig, was ich als nächstes angehen sollte. Zumal ich beruflich und privat auch ein paar Themen zu stemmen hatte. So bin ich in erster Linie zum Stressabbau gelaufen. Meine Läufe bewegten sich alle zwischen 30 und 60 Minuten – also 5-8 km. Im Training laufe ich oft einen Schnitt von 7 bis 7:30 Minuten pro Kilometer – recht entspannt. Kürzere Läufe laufe ich auch schon mal schneller – einfach weil es Spaß macht. Meine größten Ausreißer von Juni bis Dezember 2015 waren:

  • September: 12 km
  • Oktober: 17,2 km
  • Dezember: 11,2 km

In Summe bin ich im Jahr 2015 auf fast 537 Laufkilometer gekommen. Im Durchschnitt also 10,3 km in 1,5 Einheiten pro Woche. Für einen reinen Läufer mag das etwas wenig sein. Ich bin Läufer und Yogi und ab und an noch andere Sportarten (Trampolin, Fahrradfahren, Schwimmen,…), so dass ich meine Sportzeit dazwischen aufteile.

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Mein Ziel „Halbmarathon“ war ja nun erstmal erreicht. Das nächste Ziel wäre ja entweder eine längere Strecke oder eine bessere Zeit. Ersteres bin ich dann im Januar 2016 angegangen und habe mir für den Spendenmarathon der Paderpiraten 24 km vorgenommen. Das ist ein toller Lauf, der vom Paderpiraten e.V. im Jahr 2015 ins Leben gerufen wurde. Jeder Teilnehmer läuft und spendet so viel wie er lustig ist. An den

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Spendenmarathon – 04.01.2016 – 24 km
Fischteichen in Paderborn ist eine Runde 2 km lang und so kann man spontan entscheiden, wie viele Runden man läuft. An diesem Tag habe ich auch Herny wiedergetroffen, der mich unterwegs zwei Mal überholte und mich motivierte, weil es so locker aussieht. Insgesamt habe ich den Lauf langsam angehen lassen und bin einen 7:30er- Schnitt gelaufen, d.h. pro km habe ich 7:30 Minuten gebraucht – also inklusive Toiletten- und Trinkpausen. Dadurch war es recht entspannt und nur die letzten 2-3 Runden fielen mir schwer. Ein wunderbarer Lauf mit einer tollen Atmosphäre, zu dem die Piraten mit ihren lockeren Sprüchen und ihren schönen Piratenkostümen beitragen. Sehr empfehlenswert: www.paderpiraten.de

An dem Nachmittag war ich natürlich recht kaputt, aber nach ein paar Stunden gemütlich auf dem Sofa (inklusive begeistertem Bjarne, weil wir zusammen einen Film geguckt haben), war ich wieder recht fix auf der Höhe.

Am 26. März 2016 stand dann der nächste Halbmarathon auf dem Programm – beim Osterlauf in Paderborn. Ich fand es großartig endlich bei den Halbmarathonis starten zu dürfen und ging entsprechend stolz an den Start. Dort habe ich aber den Klassiker gemacht: Ich bin viiiiiel zu schnell losgelaufen. Ich war so euphorisch, weil ich endlich dabei war und ich hatte das Wissen, dass ich bereits einen Halbmarathon geschafft habe. Dann habe ich noch einen alten Schulkollegen getroffen, der einen 6er-Schnitt lief und so sind wir nett plaudernd eine ganze Zeitlang gemeinsam gelaufen. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich das Tempo nicht mithalten konnte und habe es etwas langsamer angehen lassen. Bei der Hälfte habe ich mir ein Portion Energiegel reingedreht und konnte so die nächsten Kilometer im Runners High verbringen. Etwa bei km 15 wurde es dann aber immer schwerer und ich musste echt kämpfen. Ich wurde immer langsamer und die Beine immer schwerer. Bei km 20 stand meine Familie zum Anfeuern. Bjarne und Philipp liefen ein Stückchen mit und auf Philipps Frage, wie es liefe, antwortet ich nur: „Es tut weh“. Er hat mich motiviert und so habe ich auch den letzten Kilometer noch gut über die Bühne bekommen. Mit einer Nettozeit von 2:11:38 Stunden war ich dann auch echt ganz zufrieden und auch dankbar über die Erfahrung, die ich aus diesem Lauf mitnehmen konnte.

An dem Lauf hatte auch Joey Kelly teilgenommen – einer meiner Vorbilder. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass er sogar langsamer als ich war, weil er mit einer Laufgruppe zum Training unterwegs war. Ich hätte ihn also beim Zieleinlauf sehen können. Ich hatte vorher schon immer Ausschau gehalten: Beim Osterlauf läuft man zwei Mal die gleiche Strecke und hat immer mal wieder Punkte, wo man die Spitzengruppe sieht. Vom schnellsten Mann wurde ich auch am Ende meiner ersten Runde überholt. Ich hatte das damals mitgefilmt. Schon ein unglaubliches Erlebnis und unfassbar, wie schnell die Jungs unterwegs sind. Das Tempo könnte ich maximal 200m halten und dann würde schon alles brennen.

Im Nachhinein wäre beim Osterlauf auch wirklich nicht mehr drin gewesen. Von Januar bis zum Osterlauf bin ich in Summe 139 km in 17 Läufen gelaufen. Das klingt erstmal viel. Pro Woche sind es aber gerade mal 11,6 km bzw. 1,4 Läufen, was für eine Wettkampfvorbereitung einfach zu wenig ist. Unter diesem Aspekt bin ich mit dem Ergebnis tatsächlich mehr als zufrieden.

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