Der Harz kann kommen

Ich war heute nochmal knapp 31 km im Haxtergrund unterwegs. Ich brauchte für meinen Kopf noch einen langen Lauf. Der ist jetzt erledigt.

Glücklicherweise hatte ich ab km 10 Begleitung von meinem Laufkumpel Jörg, so dass ich auch abgelenkt war. Mir ist es heute wirklich nicht leicht gefallen. So richtig habe ich mich noch nicht an die warmen Temperaturen gewöhnt und meine Beine taten ganz schön weh. Wir sind schön langsam durch die Gegend getrabt und die Berge gegangen. Es war tatsächlich ein prima Training für die Harzquerung. Die steht in 16 Tagen mit 51 km und etlichen Höhenmetern an. Die Spannung steigt!

Jetzt heißt es erholen, um dann richtig fit zu sein. Ich freue mich schon riesig auf die Herausforderung. 😊

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Back on the road

Hurra!! Endlich wieder laufen. Nachdem ich erneut 1,5 Wochen krank war und ich damit dieses Jahr insgesamt 6 Wochen krankheitsbedingt nicht laufen konnte, stand ich am Samstag frohgemut an der Startlinie des Paderborner Osterlaufs. Bei angenehmen Läuferwetter hat der Halbmarathon richtig Spaß gemacht. Und dank Ramona aus meiner Lauftruppe haben wir uns am Ende gegenseitig gepuscht und kamen unter 2:07 h ins Ziel. Auch der Rest meiner Laufgruppe und meine Familie war in ihren Läufen erfolgreich und glücklich im Ziel. Es ist so schön, eine so tolle Truppe zu haben.

Heute ging es dann etwas gemächlicher und vor allem bergiger zu. Ich war 27 km auf dem Hermannsweg unterwegs – die optimale Trainingsvorbereitung für den Harz. Nach 10 km fand ich die Idee in 25 Tagen 51 km durch den Harz zu laufen völlig bescheuert. Ab km 20 ging es dann wieder wesentlich besser. Ich werde es schaffen – einfach langsam angehen und einen Schritt nach dem anderen. Letzteres meinte neulich auch mein Sohn zu mir: „Mama, man kann jede Strecke laufen. Einfach immer nur einen Schritt nach dem anderen und immer nur an den aktuellen Schritt denken.“ Von wem er das wohl hat. 🤔😂

Endlich T-Shirt-Wetter

Eisprinzessin

Mein Tag bestand daraus, dass ich den halben Tag über die kalten Temperaturen geschimpft habe, um ab 14 Uhr dann 2:20 Stunden im Wald herumzulaufen. 😂 Mit meinem Zwiebellook fand ich es dann auch richtig schön: Strumpfhose, Winterlaufhose, Stulpen, Nierenschutz, Laufshirt, langärmliges Winter-Laufshirt, 2 (!) Laufjacken, Schal, Stirnband, Kappe und 2 Paar Handschuhe. Damit war es in Ordnung. Ich frage mich ja immer, wie andere Läufer mit weniger auskommen. 😅🤔 Ich habe heute auch einen gesehen, der Mütze und Handschuhe trug, aber dann nur ein T-Shirt. 😱😅

Ich bin heute wieder im Haxtergrund laufen gewesen. Ich bin meine Laufrunde heute Mal in die andere Richtung gelaufen. Das gefiel mir viel besser. Keine Ahnung – Steigungen sind ja genauso drin. Es war aber einfach schöner. Nur an einer Stelle hatte ich einen Hindernisparcour mit umgestürzten Bäumen und teilweise sind die Wege durch den Winter echt in Mitleidenschaft gezogen und über die Huckelpiste konnte ich gar nicht laufen. Also war es heute auch ein kleiner Wandertag. Das ist aber auch schön. Zumal 5 Tage nach dem Marathon ich es auch noch ruhig angehen lasse.

Jetzt habe ich mich nach Hause verkrümelt. Die Sauna und der Kamin wartet. Und heute Abend ist die erste Yogastunde mit meiner Laufgruppe. Ich freue mich schon total darauf. 😊

Alle guten Dinge sind 3!

Am letzten Samstag stand eigentlich der Marathon in Bad Salzuflen an. Ich fand den ganz praktisch, da er aus mehreren Runden bestand und man zwischendurch entscheiden hätte können, dass man aufhört. Die Rechnung habe ich aber nicht mit Friederike gemacht- also dem Sturm, der vor ein paar Wochen Kleinholz aus dem ein oder anderen Waldstück gemacht hat. Und so auch in Bad Salzuflen. Die Stadt hatte den Lauf nicht genehmigt.

Was also tun? Einfach kurzerhand einen eigenen Marathon ins Leben rufen. Mit meiner Laufgruppe kein Problem. Ursprünglich wollten ein paar mehr mit laufen, aber aus gesundheitlichen und organisatorischen Gründen standen Jörg und ich am Ende an der „Startlinie“ des „1. Lippesee-Marathons“. Nein. Es war immer noch kein offizieller Lauf, aber unser Vorhaben brauchte schließlich einen Namen. Um 11.15 Uhr haben wir uns auf den Weg um den Lippesee gemacht. Eine Runde sind 6 km. Das war ganz praktisch, da wir unsere ( übrigens sehr gute) Verpflegung im Auto lassen konnten.

Wie das bei langen Läufen so ist, denkt man nach den ersten 10-15 km, dass es ja total prima läuft und man heute einfach alles im Grund und Boden läuft. 😉 Das hört in der Regel nach 25 km auf. Und dann ist es jedes Mal total spannend wie unterschiedlich der Körper und der Geist reagiert. Teilweise ist man völlig genervt von der Rennerei, dann verflucht man einfach alles und jeden und fragt sich, warum man das eigentlich macht, dann überlegt man, was einem gerade alles so weh tut – besonders beliebt: Waden, Oberschenkel, Beinrückseiten, Nacken. Und dann kommt völlig unerwartet eine Phase, bei der es einfach wieder gut läuft. Total irre. Schmerzen sind dann teilweise auch weniger, es macht sich ein wunderbar warmes Gefühl in einem breit und man kann entspannt weiterlaufen. Verrückt. Interessant ist auch WIE leer der Kopf irgendwann ist. Da ist einfach nix mehr drin. Ich laufe und habe das Gefühl eins mit der Bewegung und der Strecke zu sein. Es gibt einfach nichts anderes mehr – vor allem keine Gedanken. Wirklich mal angenehm – gerade mein Gehirn feuert sonst gerne und auch viel.

Wir haben jede Runde gefeiert und sind auch noch eine Runde über den Parkplatz gelaufen, um auf die Marathondistanz von 42,2 km zu kommen.

Wow!

Nach Köln und Dortmund also mein 3. Marathon. Richtig klasse.

Wir hatten sogar Urkunden, Medaillen und Pokale. Fühlt sich doch gut an, einen Lauf einfach mal zu gewinnen. 😅

Endlich wieder im Wald

Nach 15 Tagen Nicht-Laufen ging es heute endlich mal wieder in den Wald. Die Luft war herrlich, die Sonne schien und es war kalt. Der Haxtergrund hat sehr laut gerufen – ich habe es genau gehört. Also habe ich mich auf den Weg gemacht.

Ich bin ein Stück des „Alten Pilgerweges“ gelaufen – allerdings war an einer Stelle der Weg dank des Sturms Friederike komplett gesperrt, so dass ich wieder umgekehrt bin. Das wäre mir doch zu viel Kletterei gewesen.

Außerdem habe ich noch einen lustigen Schneemann entdeckt.

Insgesamt bin ich heute fast 16 km gelaufen – allerdings seeeeehr langsam in einem Durchschnittstempo von ca. 8 Min./km. Die Pause habe ich doch gemerkt und alles andere, wäre mir direkt zu viel gewesen. Und so bin ich lieber langsam und dafür länger gelaufen. Das mag ich ja generell viel lieber. Ich kann auch nicht sagen, dass ich total locker und leicht gelaufen bin. 😉 Das macht aber nichts. Es war trotzdem total schön.

Da ich Trainingspläne ja so gerne mag, habe ich mir direkt mal einen erstellt. Schließlich möchte die Harzquerung Ende April vernünftig gelaufen werden: 51 km von Wernigerode bis Nordhausen. Als wäre die Strecke nicht schon beeindruckend genug – sind insgesamt 1.360 Höhenmeter bergauf zu überwinden…

Ich gebe zu, ein bisschen verrückt, finde ich diese Aktion schon. Da tanze ich seit Jahren um den Hermannslauf herum, den ich mit 31 km und 515 HM rauf und 710 HM runter schon mehr als spektakulär finde. Aber statt den erstmal zu laufen, lege ich gleich eine Schüppe mehr drauf. Nun gut. Ich werde den Weg des Hermannslauf dann wohl mal als Übungslauf vorab machen. Der richtige Hermannslauf ist auch genau am Tag nach der Harzquerung und ich habe dort schon einen anderen Termin, somit ist das eh keine Option…

Streak-Ende und Pause

Heute gibt es ein sportliches Update von mir. Gerne hätte ich jetzt geschrieben, dass Pokalschreck Paderborn die Bayern besiegt hat. Schade. Dieses Wunder ist ausgeblieben. Auch wenn uns vorher allen klar war, dass die Bayern gewinnen werden, bleibt ja doch immer so ein bisschen Hoffnung, dass doch ein Wunder geschieht. Nun gut – stolz auf den Einzug ins Viertelfinale sind wir; und sich unabhängig vom Ergebnis sehr gut geschlagen und präsentiert hat sich der SCP alle mal.

Also beschäftigen wir uns doch wieder mit dem Laufen…. Also zumindest gedanklich…

Am 28.01. habe ich am ersten Wettkampf des Jahres teilgenommen und bin in Hamm 10 km gelaufen. Gemeinsam mit einem Teil unserer wunderbaren Laufgruppe hat es sehr viel Spaß gemacht und mit meiner Zeit von um die 53 Minuten bin ich auch sehr zufrieden.

Das war dann auch der 28. Tag meines Januar-Streaks… und damit auch der letzte. Schon nachmittags habe ich gemerkt, dass ich schlapp war und mein Hals schmerzte. Das steigerte sich jeden Tag zu einer fetten Mandelentzündung mit Fieber und allem drum und dran. Ausgestreakt hatte es sich sehr deutlich. Das 2. Antibiotikum hat dann auch endlich angeschlagen, so dass es seit dem Wochenende wieder bergauf geht. Diese Woche kuriere ich mich noch weiter aus und ich denke, Mitte nächster Woche gehe ich das erste Mal wieder laufen. Zum Yoga gehe ich etwas früher schon wieder.

Mir ist aufgefallen, dass der Streak nicht so richtig meine Trainingsmethode ist. Ich hätte nicht gedacht, dass es so herausfordernd sein kann, jeden Tag ein bisschen zu laufen. Zum Ende hin hat mich das doch irgendwie gestresst. Und mir waren die Strecken einfach zu kurz. Mir fehlte dieses positive Gefühl, dass sich bei längeren Läufen (10 km aufwärts) einstellt. Fazit ist also: Ich bin froh, dass ich es mal ausprobiert habe und ich werde es so schnell nicht noch mal machen. 🙂 Hier noch der Rückblick zum Streak:

Ansonsten habe ich ein neues Buch, das mich sehr begeistert:

Nach aktuellem Plan werde ich Anfang März an meinem ersten 6-Stunden-Lauf teilnehmen und Ende April steht die Harzquerung mit 51 km und zig Höhenmeter an. Ich bin gespannt.

Halbzeit im Streak!

Yeah!! Ich habe die Hälfte meiner Challenge geschafft. Ich war jetzt im Januar jeden Tag laufen – die Strecken waren 1,7 km und 19,4 km lang. Einige kurze Läufe habe ich morgens vor dem Frühstück gemacht. Das habe ich früher auch schon mal öfters gemacht und ich habe wieder festgestellt, wie gut mir das tut. Ich fühle mich einfach richtig gut, wenn ich so in den Tag starte.

Gestern stand ein ganz besonderer Lauf auf dem Programm. Ich habe meinen Sohn mitgenommen. Mehr dazu gibt es hier.

Jetzt also noch 15 Tage und dann laufe ich wieder in meinem normalen Turn (2-3 Mal/Woche) weiter. Körperlich macht es mir erstaunlich wenig aus. Ich hatte bisher an Tag 4 und an Tag 13 einen kleinen Hänger. Was mich mehr herausfordert, es tatsächlich zeitlich jeden Tag unter zu bekommen, dann lohnt es sich für die kurzen Läufe kaum sich umzuziehen und das Waschen der Klamotten nimmt echt Überhand… Ich trage sie zwar bei den kurzen Läufen auch zwei Mal, aber es ist dennoch wesentlich mehr als sonst.

Hut ab an die Langzeitstreaker. Der Rekord liegt bei über 52 Jahren (!). 😳

Neues Jahr – neue Challenge

Da habe ich doch gestern noch behauptet, ich hätte keine weiteren Pläne für dieses Jahr. Hah! Da habe ich die Rechnung ohne meine liebe Laufgruppe gemacht. 😅 Dort kam heute morgen der Vorschlag von Verena an der Runnersworld-Januar-Streak mit zu machen. Der Deal ist jeden Tag im Januar mindestens 1 Meile (also 1,6 km) zu laufen. Erst fand ich die Idee total absurd. Doch wie die Gruppendynamik manchmal so ist… Außerdem liebe ich Challenges. ☺️ Ich habe immer mal wieder welche gemacht: 30 Tage Liegestützen, 30 Tage Zuckerfrei, 30 Tage jeden Morgen Yoga, 30 Tage Konsumfrei,… Jetzt also 30 Tage laufen. Ich bin gespannt und werde berichten.

Heute bin ich in 8 km dem Silvesterkater davon gelaufen. Das hat geklappt und es lief richtig gut heute. Tag 1 der Challenge: 💪🏻🏃🏼‍♀️.

Mein sportlicher Jahresrückblick

Nun geht das Jahr 2017 zu Ende und es wird Zeit für einen sportlichen Jahresrückblick, der sich in Zahlen wie folgt ausdrückt:

  • 1.334 gelaufene Kilometer in 123 Einheiten
  • 160 erwanderte Kilometer
  • 388 mit dem Rad gefahrene Kilometer (zumindest die, die ich aufgezeichnet habe. Meine täglichen Rad-Kilometer sind da gar nicht drin)
  • 91 Stunden Yoga
  • Und weitere Sportaktivitäten wie Schwimmen, Spinning, Krafttraining und Klettern.

Insgesamt komme ich im Jahr 2017 auf 313 Stunden Sport. Das klingt jetzt erstmal brutal viel und viele fragen mich auch, wie ich es schaffe, so viel Sport zu machen. Meine Antwort ist, dass ich wohl noch mehr darüber rede als es tatsächlich zu tun. 😉 Es sind heruntergerechnet, tatsächlich im Durchschnitt nur 6 Stunden Sport pro Woche. Mal gibt es eine Woche mit fast 10 Stunden und dann mal wieder eine von weniger als 4 Stunden. Das ist genau passend für mich. Bei den langen Läufen kommen dann natürlich noch die Rüstzeiten dazu – sprich die Fahrten und die Regenerationszeit danach. Daher plane ich diese Läufe immer gut ein. Alles andere bekommt man immer ganz gut unter.

Ein absolutes Highlight in diesem Jahr war natürlich mein erster Marathon in Köln, der mir sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert, sobald ich nur daran denke. Doch auch mein zweiter Marathon war ein wunderschönes Erlebnis, genauso wie mein 1. Halbmarathon unter 2 Stunden. Der Lauf in Holland sowie die beiden Läufe nach Bielefeld (Nr. 1 und Nr. 2) sind mir sehr in Erinnerung geblieben. Ein weiteres Highlight waren die Läufe des Hochstiftcup und auch der Martinslauf in Paderborn. Ganz besonders deshalb, weil wir nach dem Martinslauf mit meinen „neuen“ Lauffreunden zusammen saßen. Das war tatsächlich etwas ganz neues in diesem Jahr. Die ganzen Jahre war ich bis auf wenige Ausnahmen Alleineläufer und mittlerweile habe ich dank des Hochstiftcups eine wunderbare Truppe von weiteren verrückten Läufern gefunden. Schön, dass es euch gibt!

Und so freue ich mich auf neue sportliche Herausforderungen in 2018. Eine wird ganz sicherlich der Start meiner Yogalehrerausbildung sein, so dass die Yogazeiten im nächsten Jahr wohl höher ausfallen dürften. Und dann möchte ich mich vermutlich im März an meinen ersten 6-Stunden-Lauf wagen – also einen ersten Ultra (> 42 km). Wenn das von Erfolg gekrönt ist, steht Ende April vermutlich die Harzquerung auf dem Plan. Weiter geplant habe ich aber noch nicht. Ich werde mal schauen, was das neue Jahr so bringt. Und dann brauche ich auch mal einen neuen Namen für meine Seite „Mein Weg vom Halbmarathon zum Marathon“ ist ja nun durch.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch und viele schöne Erlebnisse in 2018!

Vom Velmerstot zum Hermannsdenkmal

Den heutigen Nachmittag habe ich dazu genutzt, ein Stück vom Hermann zu laufen. Los ging es mit dem Zug von Paderborn nach Leopoldstal. Auf dem Weg habe ich mir noch einen Kaffee gegönnt (in einem „bösen“ togo-Becher, die ich ja möglichst versuche zu vermeiden. Immerhin habe ich den Deckel weg gelassen…. Der Kaffeedurst war einfach zu groß.)

Als erstes ging es etwa 2 km bis zum Lippischen Velmerstot hoch. Leopoldstal liegt bei etwa 285 m und der Velmerstot auf 441 m Höhe. Es ging also tatsächlich richtig hoch. Oben war es auch recht windig und kalt. Und so einsam, dass ich sogar ein Reh entdeckt habe.

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Blick vom Velmerstot

Dann war ich kurz verwirrt, wo denn nun der Hermannsweg weitergeht – Ich wollte ja nicht einfach irgendwo runterlaufen – sonst hätte ich möglicherweise noch einen zweiten Anstieg gehabt… Ich bin dann aber doch fündig geworden und es ging an den Abstiegslauf über Stock und Stein. Das war gar nicht so einfach zu laufen. Ab jetzt kamen mir auch mehrere Wanderer entgegen und weil heute Weihnachten ist, hat auch fast jeder gegrüßt und „Frohe Weihnachten“ gewünscht. Das war echt schön. Sonst läuft man oft schweigend aneinander vorbei. Heute nicht.

Dann folgte der schönste Teil des Laufes. Es ging leicht bergab durch das Silberbachtal. Das war richtig schön und sogar die Sonne kam ein bisschen raus. So hätte ich ewig weiterlaufen können…. Aber wie das beim Hermannsweg so ist, der nächste Anstieg kommt bestimmt. Nach zwei anstrengenden An- und Abstiegen war ich schließlich bei den Externsteinen.

Ich hatte jetzt ca. 10 km hinter mir. Das klingt eigentlich nicht viel, aber durch die vielen Höhenmeter habe ich die schon ganz schön gemerkt. Und von richtig laufen konnte eigentlich auch nicht die Rede sein. Entweder ging es steil bergauf (da gehe ich eh) oder es ging bergab und dann aber über viele Steine und Wurzel oder so steil, dass ich eigentlich auch nicht laufen konnte. Und die Passagen, die mal ohne Steigung sind, waren oft so matschig, dass ich bei jedem Schritt weggerutscht bin. Ich war tatsächlich heute mal sehr am kämpfen. Und die nächsten 10 km bis zum Hermannsdenkmal waren auch nicht besser. Ich habe den Weg und meine Entscheidung diverse Male verflucht und sehr viel vor mich hingeschimpft. Zwischendurch habe ich auch überlegt, ob ich die ganze Aktion abbreche und einfach zum nächsten Bahnhof laufe. Doch so viel weniger wäre das nicht gewesen und am Ende hat der Wille, es doch bis zum Hermann zu schaffen, doch groß genug. Und so stand ich bei km 20 endlich davor. Hurra!

Allerdings war das glückliche Ankommen nur von kurzer Dauer. Am Hermannsdenkmal gibt es schließlich kein Bahnhof… Und der in Detmold ist nochmal über 5 km entfernt…. Ich war mittlerweile echt platt und bin zwei km (trotz angenehmer Bergab- und anschließend Flach-Strecke) gegangen. Und dann kam plötzlich die Energie wieder. Ich habe mir Musik auf die Ohren geschmissen und konnte wieder laufen. Es ist immer wieder spannend, wie schnell sich das ändern kann. Und so bin ich die letzten km bis zum Bahnhof im normalen Tempo gelaufen. Nach insgesamt 25,5 km bin ich am Bahnhof angekommen, da konnte ich mich am Kiosk noch mit Verpflegung eindecken und mich dann glücklich in den Zug setzen. Mein ganzer Ausflug hat 4 Stunden gedauert (inklusive der Pausen am Velmerstot, den Externsteinen und am Hermann). Jaaa – recht langsam. 🙂 Der Zug nach Paderborn zurück führte wieder über Leopoldstal und braucht für die Strecke ganze 11 Minuten. 😉 Aber mein Weg war definitiv mit mehr Erlebnis und mehr Schweinehundüberwindung.